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Mit der OP an den Strand in Dänemark

Das wäre mal einer Mit der OP an den Strand in Dänemark

Anton Zuber hat sich seine Heimatzeitung immer in den Urlaub nach Dänemark nachschicken lassen. Dabei entdeckte er einen kuriosen Poststempel, wonach die Mitarbeiter der OP 33 Tage im Juli 1995 gearbeitet haben.

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OP-Leser Anton Zuber hat sich mit der Zeitung immer ein Stück Heimat in den Urlaub mitgenommen.

Quelle: Patricia Grähling

Wetter. Da staunte Anton Zuber nicht schlecht, als er im Juli 1995 die Oberhessische Presse in der Hand hatte. Damals war er gerade im Urlaub in seinem Lieblingsland Dänemark. Und was fiel ihm sofort ins Auge? Auf der Banderole der Zeitung stand das Datum 33. Juli 1995. „Die OP hat scheinbar etwas mehr Arbeitstage, als andere“, sagt Zuber scherzend.

Diese kuriose Banderole hat der heute 81-Jährige seit 21 Jahren aufgehoben. Zum Geburtstag der Oberhessischen Presse holte er sie aus der Schublade, kramt in seinen Erinnerungsstücken aus den vielen Urlaubsaufenthalten in Dänemark.

„Das Land hat mich nie losgelassen“, sagt der 81-Jährige. Insgesamt 36 Mal sei er dort gewesen – manchmal auch zwei Mal in einem Jahr. „Und ich würde immer noch dorthin fahren, wenn ich könnte.“ Das sei vom Alter her nicht mehr möglich.

Neben der Banderole hat Zuber auch viele Fotos aus Dänemark mitgebracht, denn er hatte immer seine Kameras dabei. „Analog waren sie damals noch“, erinnert er sich. Er habe immer eine Kamera für Fotos dabei gehabt und oftmals eine zweite, um Dias zu machen.

Bildern von Sonnenuntergängen zieren die Wände

Dabei sind zahllose Bilder von traumhaften Sonnenuntergängen am Meer entstanden, aber auch Detailaufnahmen von Blüten und Portraits von stolzen Pferden und treu dreinblickenden Hunden. Zuber geht dabei aber auch mit der Zeit: Heute fotografiert er mit einer kleinen Digitalkamera. „So richtig ist das aber nicht mein Ding“, sagt er. „Mit den alten Kameras kam ich besser klar.

„Gerade Sonnenuntergänge haben mich schon immer fasziniert“, sagt Zuber. So zieren neben rot-goldenen Sonnen, die im Meer versinken, auch strahlend rote Sonnenuntergänge hinter der Kirche in Wetter die Wände in der Wohnung des 81-Jährigen.

Das liebste Motiv blieben jedoch Naturschauspiele und Pflanzen in seinem liebsten Urlaubsland: Jedes Jahr ist Zuber in Dänemark ein Stück weiter nach oben gereist – bis er an den äußersten Zipfel des Landes kam, bei Skagen. „Das ist der schönste Ort der Welt für mich, besonders wenn schlechtes Wetter ist“, sagt Zuber und blickt in die Ferne. Denn bei Skagen treffen die beiden Teile der Nordsee, Skagerrak und Kattegat, aufeinander.

„Es ist ein Schauspiel, wenn von beiden Seiten die Wellen kommen, dort zusammenklatschen und meterhoch in die Luft spritzen.“ Der Wetteraner bekommt glänzende Augen, wenn er von dieser Erinnerung spricht.

Beeindruckt hat Zuber auch merklich der Leuchtturm bei Rubjerg: „Er war einmal fast bis zur Spitze mit Sand zugeweht“, sagt er. Mittlerweile nage aber eher das Wasser an Dänemark: „Letztes Jahr bekam ich einen Anruf, dass die alte Kirche in der Nähe des Leuchtturms ins Meer abgestürzt ist“, bedauert der Wetteraner.

Der Bäcker unterrichtet auch Jiu-Jiutsu

Mit dabei auf den Reisen von Zuber war übrigens immer die Oberhessische Presse. „Ich wollte doch wissen, was zu Hause los ist“, sagt Zuber. Per Post kam die Zeitung daher immer hinter ihm her. „Und weil ich mir hier in Wetter das Abo mit einer Freundin geteilt habe, habe ich ihr dann immer für die Dauer meines Urlaubs ein Abo zusätzlich bestellt“, sagt der Wetteraner. Wenn er bei der OP angerufen habe, hätten die Mitarbeiter im Service immer schon Bescheid gewusst. „Die kannten mich schon“, sagt er lachend.

Zuber ist gelernter Bäcker und war 48 Jahre in diesem Beruf tätig. 33 Jahre lang war er Bäckermeister, arbeitete in Kirchhain und Stadtallendorf, später in Caldern und dann bis zur Rente in Wetter. „Ich war dann nachmittags immer früh zu Hause“, sagt Zuber.

Daheim sitzen sei für ihn nicht in Frage gekommen. Daher ging er zum Jiu-­Jiutsu, ist Mitbegründer des Vereins „Samurai Marburg“. Der wurde 1972 ins Leben gerufen. „Ich wollte mich sportlich betätigen und das hat mir einfach Spaß gemacht“, sagt der 81-Jährige. So habe er viel dazu gelernt – und sei schließlich Jugendtrainer geworden. „Das habe ich 17 Jahre lang gemacht.“

von Patricia Grähling

Kurioses Fundstück: Einmal bekam Anton Zuber die Oberhessische Presse mit einer ungewöhn­lichen Banderole, auf der das Datum 33. Juli 1995 vermerkt war. Foto: Patricia Grähling
 
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