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Märchenhaft und mit vielen Farben

Im Porträt: Randi Grundke Märchenhaft und mit vielen Farben

Das märchenhafte Marburg inspiriert die Künstlerin Randi Grundke immer wieder zu neuen Bildern. So hat sie auch eine bunte, fantastische Stadtansicht gezeichnet, die nun ein Jubiläumsprodukt der OP ziert.

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Randi Grundke zeichnet gerne märchenhafte, farbenfrohe Bilder von Marburg.

Quelle: Patricia Grähling

Marburg. Der Blick vom Renthof hinab auf die Elisabethkirche begleitet die Oberhessische Presse im Jubiläumsjahr. Farbenfroh sind die Häuser gemalt, ein paar Menschen laufen durch die Szenerie, zu sehen ist ein Krankenwagen. In der Ecke ist auch das historische Verlagshaus des HITZEROTH-Verlags abgebildet. „Das Bild habe ich 2007 in Erinnerung an meinen Schwiegervater gemalt“, erzählt die Künstlerin.

Die Ansicht habe sie oft zu Papier gebracht. „Ich habe damals am Renthof gewohnt und bei diesem Ausblick ging mir jedes Mal das Herz auf“, sagt Grundke. Und das gehe nicht nur ihr so: „Dieses Motiv male ich seit 30 Jahren – und es wird oft gekauft.“

Grundke sagt von sich selbst, dass sie gerne surrealistisch male, manchmal auch skurril und immer wieder gerne märchenhaft. Und dabei tauchen immer wieder Motive aus Marburg auf. „Ich verquicke gerne meine eigene Geschichte mit Marburger Geschichten“, erzählt sie. So ist auch ihre Zeichenwerkstatt in ihrer Wohnung voller farbenfroher Bilder mit fantastischen Motiven in allen Größen. Pinsel verschiedener Größen stehen griffbereit an ihrem Zeichentisch, daneben Kästchen mit Wasserfarben und Buntstiften.

„Ich bin Marburg-Liebhaberin, seit ich 1981 das erste Mal am Schloss stand“, gesteht die Künstlerin. „Ich habe hier immer das Gefühl, dass ich in einem Märchen bin.“ Daher sei sie vor 31 Jahren dann auch in die Stadt gezogen. „Es ist einfach eine super Kulisse für das was ich gerne mache: Geschichten mit Bildern erzählen.“

Grundke malt aber nicht nur für sich selbst und für ihre Auftraggeber – sie bringt auch anderen die Kunst näher: Seit 1987 gibt sie an der Volkshochschule Kurse im Zeichnen und in Aquarell.

Seit zehn Jahren gibt sie in der Kunstwerkstatt zudem Malkurse für Kinder. Dabei liege ihr das Projekt „Kunstkoffer“ besonders am Herzen: „Wir machen kostenlose und niedrigschwellige Kunstangebote für Kinder in den Stadtteilen“, erklärt sie. „Ohne Vorgaben, wie es sie an der Schule gibt, dürfen Kinder kreativ sein.“ Oftmals malen Kinder bei ihr, die kein Deutsch sprechen können und sich mit Farben und Motiven ausdrücken. „Ich selbst lerne dabei Russisch, Türkisch und andere Sprachen“, sagt sie lachend.

Diese künstlerische Seite und die lehrende Seite ihrer Tätigkeit seien für Grundke oftmals eine Gratwanderung: „Es ist eine Umstellung: Hier gehe ich in mich, suche Stille und male selbst. Dann gehe ich wieder raus und arbeite mit anderen.“ Die eine Seite ihrer Tätigkeit befruchte doch jeweils die andere.

Derzeit arbeitet Grundke an einem „Herzensprojekt“: Sie hat Bilder für einen Kalender für 2017 gemalt – von zwölf berühmten Marburger Frauen ( Foto: Grähling). Die passende Ausstellung eröffnet sie am 5. November um 15 Uhr in der Brüder-Grimm-Stube.

Grundke gewann Ubbelohde-Preis

Darüber hinaus hat sie auch den nächsten Auftrag schon fast fertig: Grundke malt derzeit die Motive für eine Bilderbuch aus Bremen, das von einer mordenden Wanderköchin handelt. „Solche Aufträge werden mittlerweile an mich herangetragen“, sagt die Ubbelohde-Preisträgerin. Sie müsse nicht mehr um Aufträge werben, sondern könne sich ganz dem Malen und dem Lehren widmen. Dabei wird sie derzeit fast von alleine noch bekannter: Grundke hat in liebevoller Kleinarbeit eine Karte des Landkreises gezeichnet und coloriert.

„Dabei musste ich sehr genau arbeiten und durfte nicht zu verspielt werden“, berichtet sie. Eines habe sie sich nicht nehmen lassen: Kunstvoll hat sie kleine Gebäude an einige Orte gesetzt. So ziert nun ein kleines Schlösschen den Ort Rauischholzhausen. Gedruckt wurden von diesen Karten 10.000 Stück – die nun jeder Tourist in der Stadt erhalte. „Viele Künstler haben das Problem, dass ihre Werke in den Schubladen liegen. Meine werden sogar gedruckt“, freut sie sich.

Der Weg zur Künstlerin stand für Grundke früh fest: „Bei Mama habe ich in der Küche schon auf kleinen Ausziehtischen gemalt“, sagt sie. Mit 16 Jahren habe sie dann beschlossen, diese Leidenschaft zum Beruf zu machen. „Die Vorstellung, von dem zu leben, was man am liebsten macht, ist einfach toll“, schwärmt die Wahl-Marburgerin. Sie könne ihre eigene innere Wirklichkeit in Farben und Formen bringen und die Geschichten in den Vordergrund stellen.

von Patricia Grähling

 
Ein limitierter Nachtwächter zum Jubiläum

Marburg. Irgendwann neigt sich das Jubiläumsjahr der Oberhessischen Presse unweigerlich dem Ende zu. Daher hat der Verlag sich einiges überlegt, um das besondere Jubiläum auch bei den Lesern noch lange in Erinnerung zu halten. Und weil die Oberhessische Presse ein regionales Produkt ist, hat sich das Team des Verlagshauses auch ein Jubiläumsprodukt aus der Region gewünscht. Derzeit verkauft die Oberhessische Presse daher eine limitierte Edition des „Marburger Nachtwächters“ ( Foto: Thorsten Richter).

Dieser Kräuterschnaps ist ein typisches Produkt für die Region. Das Rezept dafür stammt von der Familie Pfeiffer, den Schnaps selbst brennt die Brennerei Behlen in Niederwalgern. „Wir haben die Familie Pfeiffer gefragt, ob wir einen limitierten Nachtwächter herausbringen können und sie waren sofort begeistert“, sagt OP-Marketingchefin Franziska Wagner. Das Rezept ist natürlich das unveränderte Traditionsrezept.

In der Flasche ist also der gleiche Kräuterlikör wie immer. Das Besondere ist das Äußere: Die limitierte Edition hat ein exklusives Etikett mit dem Jubiläums-Logo der OP und einem von der Künstlerin Randi Grundke gemalten Motiv aus Marburg. Limitiert ist der OP-Nachtwächter natürlich auf 150 Stück. Laut Wagner sind nur noch wenige Flaschen im Kundenservice im Verlagshaus im Franz-Tuczek-Weg oder im Schlossbergcenter erhältlich. Die Flasche kostet für Abonnenten 15 Euro und für Nicht-Abonnenten 20 Euro.

„Wir haben uns für ein Bild von Randi Grundke entschieden, weil sie typische Marburger Motive mit fantastischen Elementen malt“, sagt Wagner. „Die gefallen Kinder und Erwachsenen.“ Auf dem Etikett sei zudem der Blick den Steinweg hinab auf die Elisabethkirche zu sehen, ebenso wie das historische Verlagshaus der OP.

Ebenso gibt es im Jubiläumsjahr Lunchboxen und Kaffeetassen mit dem Jubiläumslogo, die – wie die Zeitung – zum Frühstück passen. „Und jetzt verkaufen wir ganz neu Taschen aus Polypropylen mit Fotomotiven aus dem Landkreis“, sagt Franziska Wagner.

 
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