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OP-Jubiläumsserie: Persönlich

Letzte Kontrolle vor der Druckerei

Als Rainer Beimborn mit 16 Jahren seine Lehrzeit bei der OP begann, war er einer der Ersten, der den Beruf des Schriftsetzers am Computer lernte – und nicht mehr mit schwerem Blei.
Foto: Lisa-Martina Klein
© Lisa-Martina Klein

Marburg.  Name: Rainer Beimborn
Alter: 53
Wohnort: Weimar
Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
Erlernter Beruf: Krankenpflegeausbildung bei der Bundeswehr, Schriftsetzer
Bei der OP seit: 1979
Werdegang bei der OP: Ausbildung, Akzidenz-Druck­e
rei, Anzeigensatz, EDV, Schichtführer in der ­Satzabteilung, Produktionssteuerung/Digitale Druckvorstufe
Beruf heute: Technischer Angestellter/Mediengestalter im Leitstand

Trotz der Neuerungen in seinem Berufsfeld: Eines blieb aber beim Alten: die Streiche, die die Kollegen den „Stiften“, also Auszubildenden, spielten. „Wie viele andere Azubis vor mir musste auch ich mir den ein oder anderen Streich der Älteren gefallen lassen. Mich warfen meine Kollegen in den etwa zwei Meter tiefen Papiercontainer. Der war zum Glück halbvoll mit Papier gefüllt, sodass ich weich landete. Das Rausklettern stellte sich aber als schwierig heraus“, schmunzelt Beimborn.

In seiner Lehrzeit habe er auch seinen Spitznamen „Tante Frida“ erlangt, erzählt er. „Als Azubi wird man viel herumgeschickt, ‚hol dies, hol das. Einen Kollegen veranlasste das zu sagen, ich laufe immer so ,friedlos‘ umher. Daraus wurde über die Jahre irgendwann Fritjof und später Tante Frida. Ab und zu nennen mich meine 
Kollegen auch heute noch so.“

Inzwischen sind gut 34 Jahre vergangen seit seiner Ausbildung. Heute arbeitet der Vespa-Fan abwechselnd in Früh- und Spätschicht der digitalen Druckvorstufe. „Morgens gehört es unter anderem zu meinen Aufgaben, die Anzeigenseiten der OP und der Anzeigenblätter zu gestalten. Abends bin ich der Letzte, der über die fertigen Zeitungsseiten schaut und kontrolliert, ob technisch alles stimmt. Wenn dem so ist, gebe ich sie frei und schicke sie online an die Druckerei zur Druckplattenherstellung“, erklärt Beimborn. Seit mehr als 15 Jahren ist er Betriebsrats-Mitglied, denn er findet „es wichtig, die Interessen der Kolleginnen und Kollegen zu vertreten“.

von Lisa-Martina Klein


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