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Persönlich

Kultur in Marburg ist ihr Steckenpferd

Seit den 1990ern arbeitet Heike Döhn als Journalistin im Landkreis, seit etwa sechs Jahren auch für die OP.
© Lisa-Martina Klein

Marburg. Name: Heike Döhn
Alter: 52
Wohnort: Fronhausen
Familienstand: liiert, 1 Kind
Erlernter Beruf: Studium Literatur- und Medienwissenschaften, Redakteurin
Bei der OP seit: 2010
Beruf heute: Freie Journalistin, Kultur und Lokales für die OP

„Als die OP mich fragte, ob ich für die Kulturredaktion arbeiten wollte, war das für mich sozusagen der Hauptgewinn, denn ich liebte die enorme Vielfalt der Marburger Kulturszene immer schon. Mir ist die Bedeutung von Kultur für den Kopf und das Herz wichtig“, sagt Döhn.

Und das, obwohl die gebürtige Kasselerin in den 1980ern gar keinen so guten Start in Marburgs Kulturszene hatte: „Während der ersten Inszenierung, die ich hier gesehen habe, traf ein herabfallender Scheinwerfer fast einen Schauspieler auf der Bühne. Das war wie ein Sinnbild für den nicht so guten Zustand des Theaters. Über die Jahre hinweg hat es sich enorm entwickelt - für mich als Journalistin natürlich spannend, das mitzuerleben.“

Die freie Szene im KFZ, im Theater am Turm oder in der Waggonhalle hat immer großen Reiz für Döhn gehabt. „Ich war teilweise mehrere Abende pro Woche auf Lesungen oder in Konzerten und hatte nicht das Bedürfnis, dafür in eine größere Stadt wie Frankfurt zu gehen. Marburg hatte alles“, erzählt Döhn, und die Begeisterung steht ihr noch immer ins Gesicht geschrieben. Dazu kommt ihre Leidenschaft, Geschichten über Menschen zu schreiben, im scheinbar Alltäglichen das Besondere zu finden. Denn auch in und um Marburg ist sie mit Stift und Papier unterwegs, wenn auch nicht mehr so viel wie früher. „Ich arbeite zum Beispiel auch als Pressereferentin an einer Hochschule und schreibe für andere Tageszeitungen. Da bleibt momentan etwas weniger Zeit für lokale Geschichten“, sagt die 52-Jährige.

von Lisa-Martina Klein


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