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Journalist statt Fußballkommentator

Persönlich Journalist statt Fußballkommentator

Eigentlich wollte Götz Schaub ja Fußballkommentator werden. Heute kommentiert er das Geschehen im Nord- und im Südkreis Marburgs.

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OP-Redakteur Götz Schaub-Schöne. Foto: Thorsten Richter (thr)

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Name: Götz Schaub
Alter: 48
Wohnort: Cyriaxweimar
Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
Studium: Neue Deutsche Literatur und Medienwissenschaft, Anglistik, Literaturwissenschaft, Abschluss: Magister
Bei der OP seit: 1992
Werdegang bei der OP: Freie Mitarbeit, Redaktionssekretär im Sport, Volontariat
Beruf heute: Redakteur Nord-/Südkreis

Götz Schaubs größter Kindheitstraum war es, Fußballkommentator zu werden. „Ich kommentierte einfach alles. Aus den Mensch-Ärgere-Dich-Nicht-Figuren wurden Spieler, ein kleiner Würfel war der Ball und das umgedrehte Brett das Feld“, erzählt er. Sein Traum ging fast in Erfüllung, kommentierte er doch ab 1989 für die OP lange Zeit den Fußball - zwar nicht mit dem gesprochenen Wort, dafür mit dem geschriebenen. „Als Student hatte ich einen Freien Mitarbeiter der OP kennengelernt. Daraufhin stellte ich mich in der Sportredaktion vor, einfach so. Der Redakteur, Matthias Mayer, engagierte mich vom Fleck weg. Dafür bin ich ihm ewig dankbar“, erzählt Schaub.

Er ergriff seine Chance, berichtete anfangs aus den unteren Ligen im Landkreis sowie über Frauen- und Jugendfußball. „Zur WM 1994 in den USA sollte ich die Vorrundenspiele der Deutschen direkt vom Fernseher aus für die Zeitung schreiben. Die Spiele waren wegen der Zeitverschiebung nachts und so schrieb ich immer bis kurz vor Andruck der Zeitung“, erinnert sich Schaub. Sein Einsatz überzeugte: 1995 bot ihm die OP einen Volontariatsplatz an. „Seit 1997 schreibe ich für das Lokal-Ressort Nord-Südkreis. Das Geschehen in den sieben Kommunen ist sehr vielfältig, ich bin überall gerne zu Gast. Als unabhängiger Berichterstatter muss ich aber auch mal scharf kommentieren. So forderte ich einmal die Cölber auf, ihrem damaligen Bürgermeister Druck zu machen, weil der sich einige Fehltritte geleistet hatte.“

Als Journalist sieht er auch seine Aufgabe darin, Meinungen zu vertreten, wenn es mal schwierig wird“, sagt Schaub, der seit mehr als 15 Jahren auch im Betriebsrat tätig ist.

von Lisa Klein

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