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Im Herzen stets mit Cappel verbunden

Das wäre mal eine(r) Im Herzen stets mit Cappel verbunden

Nach zwölf Jahren im Rheinland zog Stephanie Fuchs (36) mit ihrem Ehemann bewusst wieder zurück in ihre Geburtsstadt Marburg, die jetzt ihre „innig geliebte“ Wahlheimat ist.

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Stephanie Fuchs arbeitet seit Kurzem in der Unternehmenskommunikation von CSL Behring und ist daher auch für die Mitarbeiterzeitschrift zuständig.

Quelle: Anna Ntemiris

Marburg. An diesem Wochenende wird für Stephanie Fuchs ein Traum wahr: Sie ist mit ihrem Ehemann Stephan und ihren Töchtern Antonia (6) und Johanna (4) mit einem Camper-Bus unterwegs. Zielort ist Wien, wo die Familie von Stephanie Fuchs‘ Schwiegermutter lebt. Pauschalurlaub war nie ihre Sache, das Zelten in der Natur ist eher ihr Ding. Die Übernachtung im Camper-Bus wird eine Premiere sein.

Für Stephanie Fuchs ist derzeit vieles neu, dabei ist sie in vertrauter Umgebung: Seit Januar 
arbeitet die 36-Jährige in der Unternehmenskommunikation des größten Marburger Pharmaunternehmens CSL Behring. Seit rund drei Jahren ist sie bereits in der Firma beschäftigt. Die meisten der mehr als 2000 Mitarbeiter kenne sie noch nicht, räumt Stephanie Fuchs ein.

Einarbeitung ist eine Herausforderung

Viele kennen allerdings ihren Namen, denn sie ist auch für die interne Kommunikation zuständig: Im Namen der Geschäftsführung verfasst sie zum Beispiel Newsletter oder arbeitet für die Mitarbeiterzeitschrift des Unternehmens. Sie formuliert wissenschaftliche Texte so, 
dass es jeder versteht. „Das Schreiben macht mir Spaß“, sagt sie. „Wie wohl 500 Millionen andere Menschen habe ich auch schon mal überlegt, etwas zu verfassen, ein Buch zu schreiben, es aber verworfen“, lacht sie.

Die Einarbeitung in Themen aus der Medizin und Pharmazie sei eine Herausforderung, sagt Fuchs, die nach ihrem Abitur und ersten Semestern in Marburg in Bonn Medienwissenschaften, Germanistik und Psychologie studiert hat. Ihre 
Geburtsstadt Marburg, genauer gesagt den Stadtteil Cappel, 
habe sie „immer im Herzen 
behalten“, sagt sie.

Da auch ihr Ehemann, den sie 2008 in Cappel heiratete, aus Marburg kommt, war die Heimat stets präsent. Auch in den Jahren, als sie bei einer Werbeagentur in Köln und später die Marketingabteilung eines IT-Dienstleisters in Bonn leitete. „Wir wollten wieder zurück nach Marburg“, sagt sie. Dass zunächst ihr Mann tatsächlich eine Stelle in Marburg fand, habe den Entschluss zum Wegzug aus dem Rheinland gefestigt.

Büro-Alltag beginnt oft schon um 6.30 Uhr

Kurze Zeit später übernahm Fuchs zunächst eine Stelle als Elternzeitvertretung bei CSL – der Einstieg in ein Leben als berufstätige Mutter von zwei Kindern. Die Arbeit, die kindergerechte Stadt – alles passe gut zusammen. Auch wenn Fuchs jetzt in der Innenstadt lebt, in Cappel ist sie fest verwurzelt. Hier gehen ihre Kinder zum Turnen, hier spielt die sportliche Frau Tennis.

Stephanie Fuchs strahlt, wenn sie von ihrem Alltag berichtet: Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf scheint sie mit Leichtigkeit zu meistern. „Ja, weil wir als Paar extrem gut organisiert sind, wir planen berufliche und private Reisen oder Kinderbetreuung lange im Voraus.“ Die junge Mutter beginnt ihren Büro-Alltag oft schon um 6.30 Uhr, ihr Mann bringt die Kleinen in den Kindergarten. Für die Wäsche ist er zuständig, ich kaufe ein, sagte sie augenzwinkernd.

„Und beide Großeltern helfen in der Kinderbetreuung, sonst würde das alles nicht funktionieren“, erklärt die Kommunikationsmanagerin und fügt nach einer Denkpause vehement hinzu: „Die Leichtigkeit kommt nur durch den Rückhalt in der Familie. Denn bei zwei Kindern passiert ständig etwas Unvorhergesehenes, sodass jemand einspringt.“

Ihr großes Glück sei dabei auch das flexible Arbeitszeitmodell ihres Arbeitgebers: Die Arbeit muss zwischen 6 und 22 Uhr verrichtet werden. Abends hat sie auch schon mal Telefonkonferenzen, ansonsten aber gehört der Abend der Familie oder dem Sport: Wenn Stephanie Fuchs nicht läuft oder Tennis spielt, dann geht sie demnächst wohl ihrem neuesten Hobby nach: Rennradfahren. „Ich probiere das zunächst aus, weil mein Mann begeisterter Rennradfahrer ist.“ Da sie ein optimistischer Mensch sei, lässt sie sich das Rad schon mal komplett umbauen.

von Anna Ntemiris

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