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Eine sportliche Reise zu sich selbst

OP-Jubiläumsserie: Das wäre mal eine Eine sportliche Reise zu sich selbst

Sport macht Julia Enkel nicht nur „unfassbar glücklich“. Ihre Leidenschaft zum Fitness-Sport kann die 22-jährige Lehramtsstudentin auch in 
ihrem Nebenjob als 
Trainerin voll ausleben.

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Die Lehramtsstudentin Julia Enkel (Mitte) leitet wöchentlich sieben Fitness-Trainings, unter anderem im Uni-Stadion.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Ein Sportmuffel ist Julia Enkel überhaupt nicht. Bereits mit fünf Jahren begann sie mit Reitsport, kam über das Laufen zum Fitness-Sport und hat sogar den schweren Sporttest an der Kölner Sporthochschule bestanden. „Ich mache Sport, weil ich das liebe“, sagt die 22-Jährige, die von allen ­Jule genannt wird.

Neben ihrem Studium der Sportwissenschaften und Germanistik auf Lehramt, jobbt sie als Fitnesstrainerin. Sieben Kurse gibt sie pro Woche in einem Marburger Fitnessstudio sowie beim Hochschulsport – von Pilates und „Bauch, Beine, Po“ bis zu Hochintensiv-Trainings, wie dem sogenannte Grit oder „Ghetto-Workout“. Dazu kellnert sie auch noch am Wochenende. „Ich bin ein Mensch, der nicht stillsitzen kann“, lacht die 22-Jährige.
„Es ist manchmal schon anstrengend“, gibt Enkel zu. „Aber ich freue mich, wenn ich Kurse gebe und dann die Rückmeldung von den Teilnehmern bekomme, dass es ihnen Spaß gemacht hat und ich ihnen damit helfen kann. Ich gebe gern mein Wissen weiter und schubse andere an“.

Enkel kennt auch die 
Schattenseiten des Hobbys

Es gibt aber auch Schattenseiten. „Mein Körper muss immer fit sein“, bestätigt die 22-Jährige. Wenn sie erkältet ist, gibt sie trotzdem die Kurse, macht dann aber nicht so viel mit, erklärt sie. „Letztens ist mir der Fuß umgeknickt, dann konnte ich nicht arbeiten gehen“, berichtet sie und bedauert, dass durch die Kurse immer viele Leute mit dran hängen, was ihr sehr leid tut.

„Es ist einfach so, dass ich echt oft etwas habe, weil ich eben so viel Sport mache“, erläutert Enkel, denn sie mache zusätzlich zu den Kursen auch Sport im Zuge ihres Studiums und natürlich auch für sich selbst. „Ich merke es sehr, wenn mein Körper mir da irgendwas sagt. Aber ich höre nicht darauf und mache trotzdem Sport, auch weil es mir auch gar nicht anders möglich ist. Ich muss ja die Kurse geben.“

Gemäß dem Motto „Jetzt bist du schon mal hier“, schließt sie dann manchmal noch ihr eigenes Training an. Allein durch ihr Studium kennt sich Enkel in vielen Sportarten aus. „Ich finde es wichtig, dass man andere Dinge ausprobiert und nicht nur eine Schiene fährt“, so die Studentin.

Ihr Beruf gewordenes Hobby macht nebenbei auch die Wahl vor dem Kleiderschrank einfacher. Im Alltag trägt die junge Frau nämlich fast nur Sportklamotten. Die gebürtige Kölnerin macht einfach gerne Sport. „Ich bin dabei immer so unfassbar glücklich“, sagt die Lehramtsstudentin über ihre Leidenschaft zum Sport.

Die angehende Lehrerin will dem Sport treu bleiben

„Viele machen das, um gut auszusehen und das ist auch verständlich. Aber für mich steht im Vordergrund, dass es einfach Spaß macht“, sagt Enkel. Eine Bodybuilderin ist sie aber nicht. „Wenn ich am Gerät arbeite, um besser Liegestütze halten zu können, ist das für mich ein guter Anreiz“, sagt sie – Muskelberge könne sie aber nicht verstehen: „Das sind unfunktionelle Muskeln, die mehr beschweren als nützen.“

Das unangenehme Gefühl, von Fremden angeschaut zu werden, hält viele Menschen davon ab, Sport zu treiben. Dieses Gefühl kennt Enkel auch. „Als Läufer wirst du immer angeglotzt“, findet sie und geht fürs Lauftraining dann meistens doch lieber aufs Laufband, auch um sich dann vollkommen auf sich konzentrieren zu können.

Nach Marburg kam die gebürtige Kölnerin über ihren Bruder, der hier den Master in Erlebnispädagogik gemacht hat. Sie habe hier zu sich gefunden, sagt die Studentin und freut sich schon auf den Lehrerberuf: „Da steckt für mich ein bisschen mehr dahinter.“

Die Zusammenarbeit mit Menschen und ganz besonders mit Kindern und Jugendlichen reizt Enkel. Aber auch dem Fitness-Sport will sie treu bleiben: „Da kann ich Leuten helfen und ihnen ein bisschen davon mitgeben, was ich empfinde.“

von Mareike Bader

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