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Die Natur auf eine Postkarte malen

OP-Jubiläumsserie: "Das wäre mal Eine" Die Natur auf eine Postkarte malen

Leuchtende Farben und große Flächen: Sylvia Bolesta hat einen eigenen Kunststil entwickelt, der ihre Lebensfreude und Verbundenheit zur Natur ausdrückt. Eines ihrer Motive ziert mittlerweile eine Postkarte.

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Sylvia Bolesta drückt ihre Liebe zur Natur gerne in Bildern aus. Bei einem Kunstprojekt mit „Arbeit und Bildung“ hat sie an ihrer ersten Ausstellung mitgewirkt.

Quelle: Patricia Grähling

Marburg. Sylvia Bolesta ist ein wenig stolz. Sie malt seit ihrer Kindheit. Aber nun wurden erstmals Bilder von ihr ausgestellt. „Ein Bild wurde sogar auf eine Postkarte gedruckt“, sagt sie. Andere Motive finden sich im Katalog zur Ausstellung „Seh‑
reise“, die derzeit im Mehrgenerationenhaus an der Lutherischen Pfarrkirche zu sehen ist.

Die 35-Jährige lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann in der Gemeinschaft in Kehna. Dort leben Menschen mit Behinderung in Wohngruppen zusammen – teilweise mit Betreuern. Bolesta arbeitet in Kehna in der Landschaftspflege. Aber nur halbtags. Den anderen halben Tag kann sie mit ihren Lieblingstieren verbringen: Die 35-Jährige arbeitet in Gisselberg – in einem Stall, in dem therapeutisches Reiten angeboten wird. „Morgens bringe ich die Pferde raus“, erzählt sie. Dann miste sie Ställe aus, putze und reite die Pferde. „Das ist ein toller Job“, sagt sie. Denn schon als Kind sei sie gerne geritten – ihre Familie besaß vier Pferde.

Wünsche und Träume ausdrücken lernen

Ihre Liebe zu der Natur und zu Pferden drückt Bolesta in ihren Bildern aus. Derzeit male sie an einem Pferdekopf. Sie hat aber auch an einem inklusiven Kunstprojekt für Menschen mit und ohne Behinderung teilgenommen, das „Arbeit und Bildung“ umgesetzt hat – finanziert von der Aktion Mensch.

Bolesta erzählt, wie sie alle bei dem Projekt zusammengesessen und gemalt haben. Sie selbst hat großflächige Bilder in frischen, leuchtenden Farben gestaltet. „Ich habe viel gelernt“, erzählt sie. Vor allem die Gestaltung mit Farbe, denn daheim male Bolesta eher mit Kreide, mit Bleistift oder Kohle. Dabei entstehen Bilder von Flüssen und Wiesen, Landschaften mit Sonne, rot leuchtenden Blumen und Pferden. Aber auch das ein oder andere Selbstportrait hat Bolesta schon gemalt.

„Bei dem Projekt ging es darum, Menschen zusammenzuführen“, sagt Kerstin Warnecke von „Arbeit und Bildung“. „Sie sollten lernen, ihre Wünsche und Träume nach außen kommen zu lassen und auszudrücken.“ Dabei ging es nicht nur um das Malen, sondern um alle Sinne, es sei gemalt und getöpfert worden, es habe Exkursionen in Ateliers gegeben. Die Bilder, die dabei entstanden sind, werden nun noch bis September im Mehrgenerationenhaus ausgestellt.

von Patricia Grähling

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