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Die Fehler bei anderen suchen - das ist sein Job

OP-Jubiläumsserie: Persönlich Die Fehler bei anderen suchen - das ist sein Job

OP-Korrektor Erwin Meier stellt sich im Rahmen unseres 150. Zeitungsjubiläums in einem Steckbrief vor.

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Erwin Meier arbeitet seit 30 Jahren bei der OP -  die meiste Zeit davon im Korrektorat.

Quelle: Lisa-Martina Klein

Marburg. Name : Erwin Meier
Alter : 60
Wohnort : Marburg
Familienstand : ledig
Erlernter Beruf: Lehramtsstudium (Englisch, Sport)
Bei der OP seit : 1986
Werdegang bei der OP : Buchbinderei und Platten­herstellung, Anzeigendisposition
Beruf heute : Korrektor

Die Fehler bei anderen suchen – das ist sein Job. 30 Jahre arbeitet Erwin Meier inzwischen bei der OP, die meiste Zeit davon im Korrektorat. „Ohne meinen Nachbarn wäre ich heute nicht

hier. Er kannte den damaligen technischen Betriebsleiter der OP und empfahl mir, mich als Korrektor zu bewerben“, denkt Meier an seine Anfangszeit zurück.

Allerdings brauchte die OP zu dem Zeitpunkt keinen zusätzlichen Korrektor. Meier begann daher als Aushilfe in der Buchbinderei und Plattenherstellung, bevor er 1990 schließlich ins Korrektorat wechselte.
„Mir macht die Arbeit Spaß. Es setzt natürlich voraus, dass man gerne liest. Ich lese auch zuhause viel, hauptsächlich Krimis, aber auch andere Zeitungen“, erzählt Meier.

Geändert habe sich in den letzten 25 Jahren vor allem, dass im Korrektorat mehr gelesen werden muss und dafür weniger Zeit bleibt, sagt Meier. Wenn es dann mal hektisch wird, rutsche schon mal ein Fehler durch. „Da hilft dann oft nur Humor“, sagt er und muss beim Gedanken an den ein oder anderen übersehenen Vertipper selbst schmunzeln. „Ich habe mal in einer größeren Überschrift ‚Fuball‘ übersehen. Oder anstatt ‚Haustier‘ stand da ‚Haustür‘, der Fehler konnte aber kurz vor knapp noch korrigiert werden.“

Menschen, die die Zeitung für Rechtschreibfehler kritisieren, sollten sich fragen, was Marburg ohne eine Zeitung, ohne eine kritische Berichterstattung wäre, fügt Meier hinzu. „Es spricht für die OP, überhaupt noch ein Korrektorat zu haben, geht doch der Trend in eine andere Richtung.“

Neben Rechtschreibfehlern schauen Meier und seine Kollegen auch auf Grammatik, Satzbau, Satzzeichen und Begriffsbedeutungen. Während Meier für Letzteres früher noch Lexika wälzen musste, reicht heute oft ein Klick zur gewünschten Information. „Das ist heute schon viel einfacher geworden“, sagt er.

 von Lisa-Martina Klein

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