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„Der Lärm in der Druckerei hält einen wach“

OP-Jubiläumsserie: Persönlich „Der Lärm in der Druckerei hält einen wach“

Arbeiten, wenn andere schlafen, schlafen, wenn andere arbeiten. Gisela Grenz kennt es fast gar nicht mehr anders.

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Quelle: Lisa-Martina Klein

Name: Gisela Grenz
Alter: 58
Wohnort: Lohra
Familienstand: verheiratet, 2 Kinder
Erlernter Beruf: Einzelhandelskauffrau
Bei der OP seit: 1986
Beruf heute: Angestellte im Nachtversand

„Als die Kinder klein waren, begann ich, bei der OP in Teilzeit als Einlegerin zu arbeiten. Daraus sind nun 30 Jahre geworden. 30 Jahre, in denen sich vieles verändert hat, zum Guten, manches natürlich auch zum weniger Guten“, sagt Grenz.

Am Anfang, sagt sie, sei es schon anstrengend gewesen, nur Nachtschichten zu haben. „Aber ich habe mich daran gewöhnt und komme inzwischen mit wenig Schlaf aus“, fügt sie hinzu. Ihre Schichten beginnen ganz unterschiedlich.

Wenn sie „Frühschicht“ hat, fängt sie um 18.15 Uhr mit der Arbeit an, die Spätschicht beginnt erst um 24 Uhr. „Das kommt darauf an, welche Aufgaben ich in der Woche habe. Einmal bereite ich die Deckblätter mit den Informationen für die Fahrer vor und lege diese auf die Stapel mit der Zeitung. Ein anderes Mal müssen Prospekte in die Anzeigenblätter eingelegt werden und Zeitungen für den Postversand fertiggemacht werden“, erzählt sie.

Vor allem in der Urlaubszeit ist viel zu tun: rund 450 Zeitungen etikettiert Grenz im Durchschnitt pro Nacht mit der Adresse der Urlauber oder Stammleser in Deutschland und der Welt. Müdigkeit komme trotz der späten Uhrzeit aber kaum auf, sagt sie, „allein der Lärm in der Druckerei hält einen wach“. Übrigens: Grenz‘ Kinder sind inzwischen groß – und ihr Sohn arbeitet ebenfalls seit sieben Jahren bei der OP im Versand.

von Lisa-Martina Klein

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