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Bücher, Zeitungen und das Telefonbuch

OP-Jubiläumsserie: Persönlich Bücher, Zeitungen und das Telefonbuch

Henz-Peter Debelius hat Buchdrucker gelernt und ist als Lehrling ganz schön von den Älteren aufs Korn genommen worden.

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Heinz-peter Debelius ist gelernter Buchdrucker. Er arbeitet bei der OP in der Druckerei.

Quelle: Lisa-Martina Klein

Marburg. Name: Heinz-Peter Debelius
Alter: 55
Wohnort : Ebsdorfergrund
Familienstand: verheiratet, 1 Kind
Erlernter Beruf: Buchdrucker
Bei der OP seit: 1975
Werdegang bei der OP: Druckerei, Rotation
Beruf heute: Drucker

Wie in vielen handwerklichen Berufen gab es auch in der Druckerbranche den „Brauch“, den Lehrling zur Erheiterung aller Älteren aufs Korn zu nehmen. Das durfte Heinz-Peter Debelius in seinem ersten Lehrjahr am eigenen Leib erfahren: „Die Druckfarben wurden aus den Grundfarben gemischt, aus gelb und blau wurde zum Beispiel grün. Die Älteren sagten, ich müsse solange rühren, bis die Farbe warm sei. Während ich mich also auf meine Arbeit konzentrierte, schlug einer plötzlich mit der flachen Hand in den Farbtopf, sodass ich über und über mit Farbe bekleckert war.“ Bis 1997 besaß die OP neben der Rotation, also der Zeitungsdruckmaschine, noch eine Druckerei. „In der Druckerei druckten wir Sonderbeilagen, aber auch Bücher, Prospekte und das Telefonbuch. Vor allem das Telefonbuch hieß Überstunden schieben“, erinnert sich Debelius.

Heute arbeitet er in der Rotation. Wenn er um 22 Uhr seine Schicht im Druckereigebäude in der Frauenbergstraße beginnt, bereitet er die Druckmaschine vor, zieht das Zeitungspapier ein und spannt die wenige Gramm leichten Druckplatten auf den Druckzylinder. „Früher war das eine knochenschwere Arbeit, alleine die Druckplatten wogen mehrere Kilo“, erzählt Debelius. Während die Druckmaschine die rund 28000 Exemplare druckt, macht Debelius immer wieder Stichproben und justiert die Farben nach. Gegen 2.45 Uhr morgens heißt es dann für Debelius und seine Kollegen Feierabend - oder besser „Feiermorgen“.

von Lisa-Martina Klein

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