Volltextsuche über das Angebot:

13 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
So starten Sie fit in den Tag

Auf der Couch – der Expertentipp So starten Sie fit in den Tag

Der Wecker klingelt viel zu früh - Sie fluchen innerlich, kommen kaum aus dem Bett und ohne den Morgen-Kaffee geht bei Ihnen nichts? Sie sind also ein klassischer Morgenmuffel, für den der Tag eher schleppend beginnt. Wie man vom Morgenmuffel zum energetischen Frühaufsteher wird, verrät Fitnessexperte Ingo Froböse.

Voriger Artikel
Gemeinsam vorwärts mit Riesenschritten
Nächster Artikel
Autsch, der Bauch zwickt

Zur Person: Professor Ingo Froböse ist Leiter des Gesundheitszentrums an der Sporthochschule Köln und gibt an dieser Stelle regelmäßig Tipps.

Quelle: Monika Sandel

Hannover. Ob Sie morgens generell gut aus den Federn kommen oder nicht ist tatsächlich in unserem genetischen Code verankert. Während es Frühaufstehern, den sogenannten „Lerchen“ morgens leicht fällt aus dem Bett zu springen, sind Morgenmuffel, die „Eulen“, eher nachtaktiv und morgens etwas langsamer. Diese individuellen Eigenschaften sind zum Teil angeboren und lassen sich leider nur wenig bis gar nicht ändern.

Deswegen ist für manche auch der Frühsport ein Leichtes und für andere wiederum der blanke Horror, da die Leistungsfähigkeit der „Eulen“ am Morgen noch sehr gering ist.

Leistungshöchststand zwischen 16 und 19 Uhr

Unsere Leistungsfähigkeit, Fitness und Aufmerksamkeit wird hauptsächlich durch den Cortisolspiegel bestimmt, der vor allem Morgens besonders hoch ist und im Laufe des Tages stetig abnimmt, denn das Hormon Cortisol sorgt dafür, dass wir konzentriert und fit sind und unterstützt uns demnach im Job und beim Sport.

Im Allgemeinen erreichen wir egal ob „Eule oder Lerche“ unseren körperlichen Leistungshöchststand zwischen 16 und 19 Uhr. Hier laufen alle Körperfunktionen auf Hochtouren, der Körper ist voll leistungsfähig. Puls, Blutdruck, Atemfrequenz, Muskelkraft und Geschicklichkeit erreichen das maximale Tageshoch. Daher ist dieser Tagesabschnitt optimal für eine intensive Sporteinheit.

Frühsport muss es also gar nicht direkt sein, kleine Tipps und Tricks helfen sowohl Lerchen als auch Eulen fitter in den Tag starten:

Tipps für den Frischekick

Frühstücken nicht vergessen! Ein ausgewogenes Frühstück macht uns leistungsfähiger, aufmerksamer und fitter und sollte fester Bestandteil Ihrer Morgenroutine sein. Denn nach der langen Nachtruhe lechzt unser Körper nach Energie und Nährstoffen. Vor allem das Gehirn und die Muskeln benötigen gerade am Morgen ausreichend Kohlenhydrate, um zu funktionieren. Frisches Obst im Müsli versorgt den Körper am Morgen mit allen nötigen Nährstoffen. Ein Frühstück sollte generell aus 60 Prozent Kohlenhydraten, 25-30 Prozent Fetten und 10-15 Prozent Eiweißen bestehen.

Glas Wasser für den Stoffwechsel: Ausreichend Trinken ist vor allem am Morgen wichtig, denn während Sie nachts tief und fest schlummern kommt es zu einem Flüssigkeitsverlust von 1-1,5 Litern. Um direkt am Morgen leistungsfähig zu sein müssen die Flüssigkeitsspeicher möglichst schnell aufgefüllt werden. Ein Glas stilles Wasser direkt nach dem Aufstehen ist ideal um Körper und Geist in Schwung zu bringen. Verleihen Sie dem Getränk eine geschmackvolle Note, indem Sie etwas Ingwer oder Limette hinzufügen, das kurbelt den Stoffwechsel nämlich zusätzlich an.

„Sport am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen...“ Eine komplette Sporteinheit muss es nicht unbedingt sein. Aber kleine Übungen zur Aktivierung des Kreislaufs und zur Dehnung der Muskeln lassen Sie schneller wach werden. Für die erste Übung, die „Rückenschaukel“, müssen Sie noch nicht mal das Bett verlassen! Legen Sie sich auf den Rücken, ziehen Sie die Knie zur Brust und umschließen Sie sie mit Ihren Armen. In dieser „Paket-Stellung“ wippen Sie nun zehnmal leicht vor und zurück, anschließend zehnmal von links nach rechts. Eine tolle Übung um langsam aufzuwachen und den Kreislauf zu aktivieren.

Rutschen Sie nun anschließend an die Bettkante und beginnen Sie sich aktiv zu recken und zu strecken, so dass alle Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke gut durchblutet und aktiviert werden.

Um letztendlich auch den mentalen Frischekick zu bekommen helfen koordinative Übungen, wie „Auf einem Bein stehen“ um das Gehirn und den Körper aufzuwecken. Ob Sie diese Übung vor der Kaffeemaschine oder im Bad beim Zähneputzen machen ist egal, wichtig ist nur, dass Sie sich einen Stuhl oder eine Wand suchen, um sich daran notfalls abstützen zu können. Probieren Sie die Tipps aus und starten Sie mit mehr frische in den Tag.

Von Ingo Froböse/RND

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Wissen

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr