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Pilzsuchern fehlt es an Fachberatern

Sammelsaison Pilzsuchern fehlt es an Fachberatern

Steinpilz, Pfifferling und Knollenblätterpilz – nicht jeder Pilzsammler kennt die Unterschiede. Immer wieder kommt es zu Vergiftungen, weil es kaum noch fachliche Beratung gibt.

Hobby mit Vergiftungsrisiko: Pilzesammeln.

Quelle: dpa

Erfurt. Die Hoch-Zeit der Pilzsaison steht bevor – doch zunehmend fehlen professionelle Berater, die Sammlern bei Zweifelsfällen helfen. „Leider ist das Netz von Pilzberatern sehr weitmaschig geworden beziehungsweise werden Pilzberatungsstellen von den meisten Gemeinden in Deutschland nicht mehr vorgehalten“, sagte Bettina Plenert vom Erfurter Giftinformationszentrum. „Letzteres liegt auch an der fehlenden staatlichen Unterstützung.“ Eine positive Ausnahme sei Mecklenburg-Vorpommern.

Experten könnten mit der Begutachtung von Pilzfunden Vergiftungen verhindern. Allein in Erfurt – das Zentrum ist eine gemeinsame Einrichtung der Länder Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern – geht jährlich eine Vielzahl von Notrufen wegen Pilzvergiftungen ein. Voriges Jahr waren es laut Plenert 240, 2014 sogar 348. Dieses Jahr gab es bisher 86 Anfragen – allerdings geht die Pilzschwemme meist erst ab Ende August richtig los.

„Viele Pilzsammler kennen sich schlecht oder gar nicht mit Pilzen aus“, erklärte die Ärztin zu den Gründen solcher Vergiftungen. „Sie kennen oft nicht die exakten Merkmale der Pilze, die sie suchen möchten, und noch weniger die Merkmale giftiger Doppelgänger.“ Hinzu kämen Fehler bei Transport, Lagerung und Zubereitung von Pilzen.

Von RND/dpa

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