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Stiftung Warentest warnt vor zwei Kindersitzen

Hohes Sicherheitsrisiko Stiftung Warentest warnt vor zwei Kindersitzen

Im aktuellen Crashtest von Stiftung Warentest und ADAC sind zwei Kindersitze durchgefallen. Einer der betroffenen Hersteller ist dabei nicht zum ersten Mal negativ bei den Testern aufgefallen.

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Der Kindersitz „Recaro Optia“ ist einer von zwei Sitzen, die beim Test durchgefallen sind.

Quelle: dpa/Recaro

München. Seit Jahren testen Stiftung Warentest und ADAC Kindersitze auf ihre Sicherheit. Zuletzt waren die Tester sehr zufrieden – von 37 geprüften Modellen kassierten 22 die Note „Gut“, neun bekamen ein „Befriedigend“.

Ein aktueller Test wirft nun in anderes Licht auf die Sicherheit von Kindersitzen: ADAC und Stiftung Warentest warnen offiziell vor dem Kauf zweier Kindersitze. Konkret sind das der „Recaro Optia“ in Verbindung mit der „Recaro SmartClick“ Base sowie der „Grand-Sitz“ von Jané.

Laut den Testern besteht ein hohes Sicherheitsrisiko – denn bei Tests lösten sich die Sitze bei einem Frontalcrash. Die Folge: ADAC und Stiftung Warentest raten vom Kauf der beiden Sitze ab. Wer bereits einen dieser Autokindersitze gekauft hat, soll sich an den Anbieter wenden, empfehlen die Tester.

Recaro fällt erneut negativ auf

Im Falle des „Recaro Optia“ brach die Sitzschale beim Test von der Isofix-Station ab und „flog in hohem Bogen durch das Prüflabor“. Auch beim „Grand-Sitz“ hielt die Isofix-Verbindung den enormen Kräften beim Frontalcrash nicht stand und löste sich ebenfalls.

Bemerkenswert: Die Marke Recaro ist bereits bei einem Test im Jahr 2016 negativ aufgefallen. Auch damals löste sich der Sitz beim Frontalcrash. Der Hersteller reagierte darauf und tauschte die betroffenen Isofix-Stationen Recaro Fix aus. Doch beim Nachfolgemodell Recaro SmartClick Base wiederholte sich nun das Szenario.

Stiftung Warentest und ADAC haben nach eigener Darstellung beide Hersteller um eine Stellungnahme gebeten. Sowohl Recaro als auch Jané konnten sich die Ergebnisse nicht erklären. Konsequenzen hat aber bislang nur Jané gezogen: Die Auslieferung des „Grand“Sitz wurde gestoppt.

Gegenüber der Nachrichtenagentur dpa hat sich ein Recaro-Sprecher geäußert. Demnach seien die Untersuchungsergebnisse für die Firma nicht nachvollziehbar.

Recaro habe aber mit der Analyse des Testergebnisses begonnen. Im Zuge dessen sei die Stiftung Warentest um die Übermittlung der zur Analyse relevanten Daten gebeten worden. „Leider haben wir bis dato keinerlei Zugang zu diesen wichtigen Informationen erhalten“, so der Sprecher.

In allen bisherigen Tests sei das beschriebene Fehlerbild nicht festgestellt worden. „Wir müssen die Ursachen für ein mögliches Fehlerbild zunächst identifizieren und verstehen, bevor wir weitere Schritte einleiten.“

Von RND/zys

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