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Irland will Apple nun doch zur Kasse bitten

Milliarden Steuern-Nachzahlung Irland will Apple nun doch zur Kasse bitten

Die EU-Kommission befand 2016, dass Apple dem irischen Fiskus 13 Milliarden Euro Steuern schuldet. Dublin wollte das Geld aber nicht haben und stieß damit auf heftige Kritik. Jetzt kündigte der irische Finanzminister an: Man werde das Geld nun doch vom US-Riesen einfordern.

Irland will nun doch die ausstehenden Steuernachzahlungen von Apple kassieren.

Quelle: dpa

Brüssel. Im Streit um Steuervorteile für multinationale Konzerne will Irland nach langem Zögern ausstehende Steuermilliarden des US-Giganten Apple einfordern. Das Land wolle seinen Verpflichtungen beim Einsammeln der Gelder nachkommen, sagte Finanzminister Paschal Donohoe in Brüssel.

Die EU-Kommission hatte in der Sache zuletzt juristische Schritte gegen Irland vor dem Europäischen Gerichtshof eingeleitet. Grund war die seit mehr als einem Jahr andauernde Weigerung des Landes, von dem US-Technologiekonzern bis zu 13 Milliarden Euro plus Zinsen zurückzufordern.

Einer Entscheidung der EU-Wettbewerbshüter vom vergangenen Jahr zufolge profitierte Apple in Irland jahrelang von unzulässigen Steuervergünstigungen.

Apple soll der EU-Kommission zufolge durch Steuervereinbarungen mit Irland unzulässige Staatsbeihilfen erhalten haben. Dadurch soll der US-Konzern im Jahr 2014 eine Körperschaftssteuer von nur 0,005 Prozent bezahlt haben. Nach den EU-Beihilfevorschriften sind gezielte Steuervorteile für einzelne Unternehmen aber unzulässig. Irland und Apple bestreiten die Vorwürfe und wehren sich gegen die Entscheidung.

Von RND/dpa

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