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Firmengründer Luciano Benetton übernimmt wieder

United Colors of Benetton Firmengründer Luciano Benetton übernimmt wieder

Seit zehn Jahren sollte Luciano Benetton eigentlich seinen Ruhestand genießen. Doch den 82 Jahre alten Firmengründer des italienischen Modeimperiums United Colors of Benetton treibt die Krise des Konzerns um. Nun hat er wieder die Geschäftsführung übernommen.

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Luciano Benetton möchte sein Unternehmen wieder in finanziell hübschere Zeiten führen.

Quelle: picture-alliance / dpa

Rom. „Im Jahr 2008 habe ich das Unternehmen mit 155 Millionen Euro Vermögen verlassen, und nun nehme ich es mit 81 Millionen Euro Schulden zurück“, sagte Benetton der italienischen Zeitung „La Repubblica“. Der Niedergang seiner Firma bereite ihm „unerträglichen Schmerz“.

Nach Angaben des Wirtschaftsprofessors Giuliano Noci hat Benetton in den vergangenen Jahren einen Verlust von rund 600 Millionen Euro angesammelt. Dass der Niedergang vor allem zu Lasten des Personals gehen wird, kündigte Benetton bereits an: „Wir geben jedem eine Chance, aber wir müssen das Geschäft lichten.“

„Läden wie im kommunistischen Polen“

Luciano Benetton lastet die Unternehmenskrise vor allem seinem Nachfolger an, seinem Sohn Alessandro, der den Chefposten nach dem vermeintlichen Renteneintritt des Vaters im Familienbesitz weiterführte. „Wir allein haben die Schuld“, verwies Luciano Benetton auf die Probleme seiner Familie, das Mode-Unternehmen in prosperierenden Geschäftsfeldern zu halten. Die Läden seien dunkel und schäbig geworden, „wie im kommunistischen Polen“. Die „schlimmste Sünde“ sei gewesen, keine Pullover mehr anzubieten, so Benetton.

Das Modehaus hatte vor allem in den 80er-Jahren große Erfolge gefeiert - großen Anteil daran hatten die oft provokanten Werbefotos des Starfotografen Oliviero Toscani, der mit Krieg, Aids und Rassismus für das Label warb. 2011 musste Benetton eine Fotomontage zurücknehmen, die einen Kuss zwischen Papst Benedikt XVI. und einem Imam zeigte.

Von RND/krö

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