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Banken

Zeitung Commerzbank entlässt Mitarbeiter wegen Iran-Geschäften

Die Commerzbank hat einem Zeitungsbericht zufolge personelle Konsequenzen aus Geschäften mit sanktionierten Staaten gezogen. Das seit der Finanzkrise teilverstaatlichte Institut habe sich bereits vor einiger Zeit von Mitarbeitern in Hamburg getrennt, die Geschäfte von Kunden in Ländern wie Iran und Sudan verschleiert haben sollen, berichtete die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf "Kenner der Verhältnisse".
Hauptsitz der Commerzbank in Frankfurt am Main.

Hauptsitz der Commerzbank in Frankfurt am Main.

© Daniel Reinhardt/Archiv

Frankfurt/Main. Eine Sprecherin der Bank wollte den Bericht nicht kommentieren und begründete dies mit den laufenden Gesprächen über einen Vergleich in den USA.

Die Commerzbank befindet sich seit einigen Jahren in Verhandlungen wegen mutmaßlicher Verstöße gegen US-Handelssanktionen. Diese Gespräche scheinen nun in die entscheidende Phase zu gehen. Zuletzt war in mehreren Medienberichten aus den USA die Rede davon, dass die Behörden eine Strafzahlung von mindestens 500 Millionen Dollar (367 Mio Euro) von der zweitgrößten deutschen Bank verlangen. Geschäfte mit sogenannten Schurkenstaaten waren zuletzt der größten französischen Bank BNP Paribas zum Verhängnis geworden: Die US-Behörden brummten den Franzosen Geldstrafen über insgesamt annähernd 9 Milliarden Dollar (6,6 Mrd Euro) auf.

Über die hohen Strafen für europäische Banken in den USA regt sich in der Wirtschaft Unmut: "Es kann nicht sein, dass Amerika das europäische Finanzsystem schwächt und anschließend vielleicht die eine oder andere Bank kauft", sagte der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Ulrich Grillo, der FAZ. Ohnehin sei die Regulierung der Branche in den USA schwächer als hierzulande. "Wenn diese Länder europäische Banken zusätzlich mit Strafen aushungern, dann wird es kritisch", meinte Grillo.

dpa


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