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Lufthansa baut Billigsparte aus: Aufsichtsrat stimmt zu

Die Lufthansa setzt beim Ausbau ihres Billigangebots komplett auf die Marke Eurowings. Die bereits bestehende Tochtergesellschaft erhält größere Flugzeuge und soll künftig kostengünstige Direktflüge sowohl innerhalb Europas als auch auf der Langstrecke anbieten, wie Lufthansa-Chef Carsten Spohr am Mittwoch nach einer Aufsichtsratssitzung in Frankfurt ankündigte.
Lufthansas Eurowings soll die Zukunft sichern.

Lufthansas Eurowings soll die Zukunft sichern.

© O. Spata/Archiv

Frankfurt/Main. Lufthansa will so anderen europäischen Billigfliegern wie Ryanair oder EasyJet die Stirn bieten. Die günstigere Kostenstruktur soll durch geringere Personalkosten bei Piloten und Kabinen-Crew sowie für Wartung und Flugbetrieb erreicht werden.

Die erst 2013 neu aufgestellte Billigmarke Germanwings wird im kommenden Jahr weitgehend verschwinden. Der Auftritt zum Kunden werde im dritten Quartal 2015 auf Eurowings umgestellt, kündigte Spohr an. Germanwings hat im vergangenem Jahr die Lufthansa-Verbindungen außerhalb der Drehkreuze Frankfurt und München übernommen und wird laut Spohr 2015 erstmals schwarze Zahlen schreiben. "Germanwings war ein Erfolg, aber wir müssen aus Kostengründen auf Eurowings wechseln", erklärte der Lufthansa-Chef. Diese Marke sei auch auf anderen europäischen Märkten besser einsetzbar.

Die neue Gesellschaft sei als Plattform konzipiert, auf der mehrere Fluggesellschaften ihre Leistungen anbieten, sagte Spohr. Sie wird selbst über 23 eigene Airbus-Jets verfügen, die bis Ende 2017 die kleineren Flugzeuge der jetzigen Flotte ablösen. Dazu kommen 58 Germanwings-Flugzeuge und sieben A 330 für die Langstrecke, die von der deutsch-türkischen Lufthansa-Beteiligung SunExpress Deutschland in der neuen weiß-rot-blauen Eurowings-Bemalung betrieben werden.

Gelenkt wird Eurowings vom bisherigen Germanwings-Standort Köln. Mittelfristig will Lufthansa eine Eurowings-Holding im europäischen Ausland etablieren. Der Flughafen Köln-Bonn hatte sich nach Spohrs Worten gegen Düsseldorf und München durchgesetzt, weil dort ein 24-Stunden-Betrieb erlaubt ist. Der Aufsichtsrat des Dax-Konzerns hatte dem Konzept zuvor zugestimmt.

dpa


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