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Luftverkehr

Lufthansa Cargo will bis zu 800 Jobs streichen

Die Lufthansa-Frachtflugtochter setzt den Rotstift an. Das Unternehmen will Hunderte Stellen streichen und kräftiger sparen als zunächst geplant.
Ein Frachtflugzeug der Lufthansa Cargo wird beladen.

Ein Frachtflugzeug der Lufthansa Cargo wird beladen.

© Fredrik von Erichsen/Archiv

Frankfurt/Main. Die Frachtflugtochter der Lufthansa verschärft ihren Sparkurs und will weitweit bis zu 800 Arbeitsplätze streichen. Davon sollen bis zu 500 Stellen in Deutschland entfallen, wie aus den Eckpunkten hervorgeht, die Lufthansa Cargo am Freitag in Frankfurt auf einer Mitarbeiterversammlung vorstellte.

Der Abbau solle so sozialverträglich wie möglich erfolgen, hieß es. Das Unternehmen beschäftigt weltweit etwa 4600 Mitarbeiter. Der "Spiegel" hatte vorab von Stellenabbau-Plänen berichtet.

Lufthansa Cargo will jährlich insgesamt 80 Millionen Euro einsparen, davon 55 Millionen Euro Personalkosten und 25 Millionen Euro Dienstleisterkosten. Zunächst hatte der Konzern Einsparungen von mindestens 40 Millionen Euro pro Jahr geplant. Das Programm soll ab 2017 schrittweise realisiert werden.

Das Programm werde helfen, wettbewerbsfähige Stückkosten zu erreichen, erklärte Lufthansa Cargo. Die Branche leidet unter Überkapazitäten und einem harten Preiskampf. Zugleich will das Unternehmen neue Produkte und Dienstleistungen einführen, um neue Kundengruppen zu erreichen. Unter anderem biete Lufthansa Cargo ab Sommer auch Privatkunden Lösungen für Transportwünsche an.

Im abgelaufenen Jahr hatte Lufthansa Cargo einen Gewinneinbruch verzeichnet. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach unter anderem wegen der Pilotenstreiks und des Preiskampfs in der Branche von 123 Millionen auf 3 Millionen Euro ein.

Im ersten Quartal 2016 rutschte die Luftfrachttochter vor Zinsen und Steuern mit 19 Millionen Euro in die roten Zahlen, nachdem im Vorjahr noch 52 Millionen Euro Gewinn gemacht worden waren. Der Umsatz brach um 22 Prozent ein. Den Bau des seit Jahren geplanten neuen Frachtzentrums LCCneo in Frankfurt hat das Unternehmen bereits um zwei Jahre verschoben.

dpa


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