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Luftverkehr

Flughafen Hahn: Prüfer erwarten positiven Verkaufsprozess

Der Verkauf des Flughafens Hahn ist spektakulär gescheitert. Bei der zweiten Bieterrunde haben Prüfer genau hingeschaut. Der Chef des Aufsichtsrats verbreitet neuen Optimismus.
Eine Passagiertreppe auf dem Flughafen Hahn.

Eine Passagiertreppe auf dem Flughafen Hahn.

© Fredrik von Erichsen/Archiv

Mainz. Wirtschaftsprüfer rechnen beim Verkaufsverfahren des Flughafens Hahn derzeit mit einem positiven Verlauf. Das sagte Hahn-Aufsichtsratschef Salvatore Barbaro (SPD) am Montagabend in Mainz. Die Gesellschaft Dornbach habe die Angebote der zweiten Bieterrunde unter die Lupe genommen. Die Prüfer hätten sich gefragt, ob fundierte Offerten vorlägen und es eine positive Geschäftsprognose für ein mögliches 34-Millionen-Euro-Darlehen von Rheinland-Pfalz gebe. "Die Wirtschaftsprüfer haben das ausdrücklich bejaht", sagte Barbaro. Er begrüßte die Verlängerung des Vertrags zwischen dem defizitären Airport und dem irischen Billigflieger Ryanair um fünf Jahre.

Der angeschlagene Flughafen gehört zum Großteil Rheinland-Pfalz, zum kleineren Teil Hessen. Der erste Verkaufsversuch war wegen mutmaßlichen Betrugs des chinesischen Interessenten gescheitert.

Barbaro bekräftigte nach der zweieinhalbstündigen Aufsichtsratsitzung, der Airport sei voraussichtlich bis Ende Oktober liquide. Das staatliche Darlehen als künftige Zwischenlösung könnte anschließend in mehreren Teilsummen fließen. Allerdings wäre es möglich, dass dann eine aktualisierte Prognose der Prüfer ganz anders aussähe. "Jede Fortschrittsprognose ist temporär", sagte der rheinland-pfälzische Wissenschafts-Staatssekretär. Ihre aktuelle Analyse legten die Dornbach-Experten laut Barbaro auf 40 Seiten vor. Das Bieterverfahren könnte sich noch mehrere Monate hinziehen.

Die fünfjährige Fortsetzung des Abfertigungsvertrags mit Platzhirsch Ryanair greift nach den Worten von Hahn-Geschäftsführer Markus Bunk vom 1. April 2017 an. "Das Gesamtpaket ist aus unserer Sicht deutlich verbessert", sagte er. Einzelheiten nannte er nicht. Bunk gestand aber auch ein: "Der Ryanair-Vertrag trägt nicht dazu bei, dass der Flughafen morgen Gewinn macht." Die Airline habe sich auch nicht verpflichtet, weitere fünf Jahre den Hunsrück anzufliegen. Es seien nur erneut ihre Bedingungen und Möglichkeiten festgeschrieben worden.

dpa


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