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Energie

BASF-Tochter Wintershall leidet unter Ölpreisverfall

Weil der Ölpreis 2015 eine Talfahrt hingelegt hat, bricht der Gewinn des deutschen Öl- und Gasproduzenten Wintershall ein. Der reagiert mit einem Sparprogramm - will aber weiter investieren.
Die Zentrale der Wintershall Holding GmbH.

Die Zentrale der Wintershall Holding GmbH.

© Uwe Zucchi/Archiv

Kassel. Die niedrigen Energiepreise freuen die Verbraucher, dem größten deutschen Öl- und Gas-Produzenten Wintershall sind sie aber ein Graus. Der Gewinn der BASF-Tochter sank im vergangenen Jahr auf 1,05 Milliarden Euro nach 1,46 Milliarden Euro 2014. "Wir erwarten ein niedriges Preisniveau auch 2016", sagte Wintershall-Vorstandschef Mario Mehren am Donnerstag in Kassel. Wegen der niedrigen Preise und dem Verkauf des Gashandels- und Gasspeichergeschäfts gehe er für das laufende Jahr von einem deutlichen Rückgang von Umsatz und Gewinn (EBIT) aus. "2016 wird nicht das Jahr neuer Rekorde", sagte Mehren.

Weil Wintershall 2015 unter anderem seinen Anteil am Gashändler Wingas an den russischen Energiekonzern Gazprom getauscht hatte, sank der Umsatz von 15,15 Milliarden Euro (2014) auf 13,0 Milliarden Euro. Dagegen stieg die Förderung von Erdöl und -gas von 136 Millionen Barrel Öläquivalent (boe) auf 153 Millionen boe. Mehren bekräftigte das Ziel, bis 2018 insgesamt 190 Millionen boe zu fördern.

Dem Preisverfall bei Öl und Gas will Wintershall mit einem Sparprogramm begegnen. Die Zahl der Bohrungen nach neuen Feldern soll sinken, am Hauptsitz in Kassel gibt es einen Einstellungsstopp. Insgesamt sollen so allein in diesem Jahr rund 200 Millionen Euro eingespart werden. 

In ausgewählte Projekte wolle Wintershall aber weiter investieren, betonte Mehren. Vor allem in Russland und Argentinien will das Unternehmen seine Aktivitäten ausbauen. Insgesamt aber sollen die Investitionen von 1,4 auf rund eine Milliarde Euro sinken. Wintershall sucht und fördert mit rund 2000 Mitarbeitern Erdöl und Erdgas weltweit.

Bei Konkurrenten von Wintershall wie Shell oder Statoil war der Gewinn wegen des Preisverfalls zwischen 50 und 90 Prozent eingebrochen. Der österreichische Energiekonzern OMV schrieb sogar einen Milliardenverlust.

dpa


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