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Agrar

Agrarkonzern Monsanto nimmt Gespräche mit BASF wieder auf

Bayer will Monsanto für 55 Milliarden Euro übernehmen. Doch der US-Konzern hat laut einem Medienbericht auch eigene Pläne. Könnte der Bayer-Rivale BASF dabei eine Schlüsselrolle spielen?
Das Firmenlogo des US-Saatgutkonzerns Monsanto.

Das Firmenlogo des US-Saatgutkonzerns Monsanto.

© Franz-Peter Tschauner/Archiv

New York. Neue Runde im Übernahmekampf um Monsanto: Der von Bayer umworbene US-Saatgutspezialist hat Kreisen zufolge Gespräche mit BASF über eine Kombination der jeweiligen Agrarchemie-Sparten wieder aufgenommen. Die Amerikaner prüften verschiedene Transaktionen einschließlich der Übernahme des BASF-Geschäfts mit Lösungen für die Agrarwirtschaft, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch (Ortszeit) unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Weder Monsanto noch BASF wollten hierzu Stellung nehmen. Doch war die BASF-Aktie am Donnerstagmittag der größte Gewinner im Dax.

Falls der Deal zustandekommen sollte, würde BASF dem Bericht zufolge wahrscheinlich neu ausgegebene Monsanto-Aktien erhalten. Die Diskussionen befänden sich in einem frühen Stadium, eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen. Die Gespräche mit Bayer gingen derweil weiter. Bayer wollte die Entwicklung nicht kommentieren.

Der Leverkusener Konzern hatte vor gut fünf Wochen überraschend ein Übernahmeangebot für Monsanto angekündigt. Bayer bietet 62 Milliarden US-Dollar (gut 55 Mrd Euro) in bar. Das Monsanto-Management wies die Offerte jedoch als zu niedrig zurück und forderte einen Preisaufschlag. Seitdem wird hinter den Kulissen verhandelt, ohne dass nach außen Bewegung erkennbar wäre.

Bayer würde durch die Übernahme zum weltgrößten Agrarchemie-Hersteller aufsteigen. Dennoch gilt das geplante Geschäft als nicht unproblematisch. Denn Monsanto hat einen schlechten Ruf. Dem US-Hersteller von genmanipuliertem Saatgut wird unter anderem ruppiges Verhalten im Umgang mit seinen Kunden vorgeworfen. Außerdem vertreibt Monsanto den Unkrautvernichter Glyphosat, der im Verdacht steht, krebserregend zu sein.

Monsanto vermarktet Glyphosat unter dem Namen Roundup. Ende Juni hatte die EU-Kommission die Europa-Zulassung des Unkrautvernichters um bis zu 18 Monate verlängert. Die Agrarchemie-Branche ist zurzeit in einem starken weltweiten Konzentrationsprozess.

dpa


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