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Privatkunden wieder gefragt

Deutsche Messe will CeBIT-Konzept erneut verändern

Auf der CeBIT geht es diese Woche auch für die Deutsche Messe AG ums Verkaufen. Die Aussteller sollen für ein neues Messekonzept erwärmt werden, das in den vergangenen Monaten zusammen mit dem Branchenverband Bitkom entwickelt wurde.
Die Deutsche Messe will das CeBIT-Konzept erneut verändern: Der Erlebniswert wird wieder wichtiger.

Die Deutsche Messe will das CeBIT-Konzept erneut verändern: Der Erlebniswert wird wieder wichtiger.

© dpa

Zum Ende dieser CeBIT wollen die Veranstalter Details präsentieren, doch die ersten Vorboten sind schon auf der morgen beginnenden Veranstaltung zu sehen. Sichtbarste Veränderung: Privatkunden sind wieder gefragt. Sie sind eine der vier Zielgruppen, an denen künftig das Programm ausgerichtet wird.

Das „Projekt C2.11“ soll den Veränderungen in der Branche gerecht werden und den jahrelangen Sinkflug der CeBIT stoppen. Wenn die Messe startet, werden zwar mit 4157 Ausstellern fast so viele dabei sein wie 2009, doch diese geringe Zahl sollte eigentlich ein rezessionsbedingter Ausrutscher bleiben. Bei den Besuchern wären die 400.000 des vergangenen Jahres sogar ein Erfolg, denn die Messe ist auf Druck sparsamer Aussteller um einen Tag verkürzt worden und endet schon am Sonnabend.

„Jahrelang hatten im IT-Branchenverband Bitkom die Firmen mit den Profikunden den Ton angegeben. Das Wochenende verursachte ihnen unnötige Kosten, die Privatkundschaft störte beim Geschäft, der Anteil der Fachbesucher galt als wichtigste Größe. Doch mittlerweile ist die Einsicht gewachsen, dass die Profis für eine Messe dieser Größe nicht alles sind. Man dürfe das Etikett „Fachmesse“ nicht so sehr strapazieren, dass neugierige Laien abgeschreckt würden, heißt es nun. Es müssten wieder Konsumenten aufs Gelände kommen, fordert Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer und schließt sich damit Achim Berg an. Der Deutschland-Chef von Microsoft plädiert bereits dafür, die CeBIT bei Erfolg der aktuellen Ausgabe wieder um den Sonntag zu verlängern.

In der Internetgesellschaft gibt es keine Grenzen mehr zwischen Konsumenten und Produzenten“, heißt es beim Bitkom. Dank des sogenannten Web 2.0 und sozialen Netzwerken produzierten auch Privatleute massenhaft Inhalte. Dabei versprechen sie in einigen Bereichen mehr Wachstum als die IT-technisch längst versorgten Unternehmen.

So wird es von 2011 an die „CeBIT Life“ geben, eine eigene Fachmesse für die Konsumenten. Daneben stehen dann die „CeBIT Pro“ für die Firmenkunden, die „CeBIT Gov“ für alle IT-Themen der öffentlichen Verwaltung und die „CeBIT Lab“ mit dem Neuesten aus Forschung und Entwicklung. Mit einer ähnlichen Unterteilung wurde bereits die schlingernde Hannover Messe wieder auf Kurs gebracht. Theoretisch wären damit auch unterschiedliche Eintrittspreise oder Laufzeiten für die verschiedenen Bereiche möglich.

Auch eine Erweiterung des Rahmenprogramms ist geplant. „Ziel: Erlebniswert der CeBIT erhöhen“, heißt es in einem internen Konzeptpapier, das auch Projekte in der Stadt vorsieht: „CeBIT findet auch in der City statt.“ Noch aus einem anderen Grund kommen die Konsumenten zu neuen Ehren: Erst durch sie wird die CeBIT zum Großereignis jenseits der Fachwelt, dem auch die Kanzlerin die Ehre gibt. Die heiklen Diskussionen um Datenpannen und staatliche Überwachung lassen in der zersplitterten IT-Branche die Erkenntnis wachsen, dass eine gemeinsame Plattform nützlich wäre. Auch dafür brauche man die CeBIT, heißt es beim Bitkom: „Wir wollen ein Bild in die Gesellschaft transportieren.“

[Stefan Winter]

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