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Fußball

Politik fordert von Eintracht Kampf gegen Fan-Gewalt

Nach den jüngsten Krawallen beim Pokalspiel in Magdeburg nimmt Hessens Innenminister Peter Beuth den Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt im Kampf gegen Fangewalt stärker in die Pflicht.
Axel Hellmann, Finanzvorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG.

Axel Hellmann, Finanzvorstand der Eintracht Frankfurt Fußball AG.

© Arne Dedert/Archiv

Frankfurt/Main. "Ich fordere vom Verein, sich dieser Problematik intensiver anzunehmen. Für solche Hooligans gibt es null Toleranz. Da wünsche ich mir vom Verein eine klare Distanzierung und harte Sanktionen bis hin zu einem Stadionverbot", sagte Beuth am Dienstag bei einer Fußball-Konferenz in Frankfurt.

Eintracht-Vorstandsmitglied Axel Hellmann nahm die Kritik gelassen auf. "Es ist immer einfach, aus Sicht der Politik, simple Rezepte einzufordern. Aber die Welt in einem Fußballverein, gerade in Fandingen, ist sehr komplex", sagte Hellmann. "Eine Schlüsselmaßnahme ist, dass eine Täterermittlung und -identifikation vorgenommen wird. Aber das hat der Apparat von Herrn Beuth in der Hand. Wir können Bilder liefern und haben Zeugenaussagen. Wir sind aber keine Ermittlungsbehörde."

Im Erstrundenspiel des DFB-Pokals beim Drittligisten 1. FC Magdeburg hatten Eintracht-Fans Leuchtraketen in den gegnerischen Zuschauerblock geschossen, die Partie war minutenlang unterbrochen worden. "Solch ein Verhalten ist beschämend, widerlich und verantwortungslos", kritisierte Beuth das wiederholte Fehlverhalten der Frankfurter Fans.

Der Deutsche Fußball-Bund hatte wegen diverser Vorfälle in der Vorsaison für das Bundesliga-Auftaktspiel gegen Schalke 04 einen Teilausschluss der Zuschauer verfügt. Ein weiterer Teilausschluss wurde zur Bewährung ausgesetzt.

dpa


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