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Fußball

Kein neues Stadion für Darmstadt

Ursprünglich sollte zum Beginn der kommenden Saison ein neues Stadion am Böllenfalltor stehen. Doch die Planungen haben sich immer weiter verzögert. Jetzt hat die Stadt das Handtuch geworfen. Beim SV Darmstadt 98 ist man wenig begeistert.
Ein Luftbild zeigt das Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt.

Ein Luftbild zeigt das Stadion am Böllenfalltor in Darmstadt.

© Claus Völker/Archiv

Darmstadt. Nach rund zwei Jahren Planung hat die Stadt Darmstadt den angestrebten Neubau eines Stadions am Böllenfalltor auf Eis gelegt. Grund seien schwerwiegende rechtliche Einwände, erklärte Oberbürgermeister Jochen Partsch (Grüne) am Donnerstag in Darmstadt. Stattdessen werde die bestehende Arena, in der Fußball-Bundesligist SV Darmstadt 98 seine Heimspiele austrägt, modernisiert. Ein Neubau an einer anderen Stelle bleibt aber weiter ein Thema.

Die Modernisierung des Stadions umfasst fünf Punkte. Zunächst sollen bis zum Saisonstart Ende August in der Nord- und Südkurve temporäre Stahlrohrtribünen errichtet werden. Außerdem sollen die Haupttribüne saniert, der Hospitality-Bereich ausgebaut und das Gelände vor der Haupttribüne reorganisiert werden. Die wohl umfassendste Herausforderung ist die große Stehplatzgegengerade. Diese soll zunächst in Blöcke unterteilt und später überdacht werden. An der Zuschauerkapazität von 17 000 Besuchern soll sich nichts ändern.

Vereinspräsident Rüdiger Fritsch erklärte, er sehe die Lösung mit einem lachenden und einem weinenden Auge. "Wir freuen uns, dass etwas passiert. Aber wir sind traurig, dass aus unserer Sicht nur eine Zwischenlösung gefunden wurde", sagte er. "Das Ergebnis ist nicht wirklich gut." An der grundsätzlichen Ausrichtung, dass der Verein eine zeitgemäße Spielstätte brauche, ändere sich nichts. Im Vergleich zu Mitbewerbern habe der SV Darmstadt 98 wegen des Stadions einen Wettbewerbsnachteil von vier bis fünf Millionen Euro pro Saison. 

Partsch sagte, es sei eine Situation eingetreten, die man so nicht angestrebt habe. Mit "den zahlreichen ertüchtigenden Maßnahmen" habe man jedoch eine "gute Lösung für die Stadt, den Verein und die Fans gefunden". Ein weiterer Vorteil sei, dass sich die Kosten am Böllenfalltor deutlich reduzierten. Während ein neues Stadion etwa 35 Millionen Euro gekostet hätte, werde für die Modernisierung derzeit mit 10,7 Millionen Euro kalkuliert.

Die Stadt hatte im Jahr 2013 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, die zu dem Schluss kam, dass ein kompletter Umbau am Böllenfalltor die beste und günstigste Lösung sei. Erst später stellte sich heraus, dass für einen solchen Umbau die Anwohner befragt werden müssten. Im sogenannten Bauleitplanverfahren gab es schwerwiegende Einwände von Privatpersonen und der angrenzenden Technischen Universität (TU) Darmstadt. Dabei ging es vor allem um die Themen Parken, Lärmschutz und Zugangswege.

Ein Neubau an anderer Stelle ist mit der Zwischenlösung vom Donnerstag nicht vom Tisch. "Es gibt eine Möglichkeit mit dem Verein und einem möglichen Partner", sagte Partsch. Nähere Details wollte er auch auf Nachfrage noch nicht nennen. Vereinspräsident Fritsch hatte zuletzt auch eine Lösung nur mit einem Sponsor, aber ohne die Stadt ins Gespräch gebracht. Partsch zeigte sich dafür offen: "Mir ist vor allem wichtig, dass der Verein in Darmstadt bleibt", sagte der Oberbürgermeister.

dpa


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