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Fußball

Eintracht gewinnt letzten Test gegen Tokio: Zambrano bleibt

Eintracht Frankfurt ist für den Saisonstart gerüstet. Das Team von Trainer Armin Veh gewann seinen letzten Härtetest vor dem Erstrundenspiel im DFB-Pokal beim Bremer SV in der kommenden Woche gegen den japanischen Topclub FC Tokio mit 3:2 (2:2).
Er fühle sich wohl bei Mannschaft, Stadt und Fans, so Carlos Zambrano.

Er fühle sich wohl bei Mannschaft, Stadt und Fans, so Carlos Zambrano.

© Fredrik von Erichsen

Frankfurt/Main. Vor 50 000 Zuschauern erzielten Haris Seferovic (41. Minute), Marc Stendera (45.) und Stefan Aigner (59.) die Treffer für die Eintracht, die damit den Rückstand nach Treffern von Ryoichi Maeda (20.) und dem Australier Nathan Burns (22.) noch umdrehte. Der neue Torhüter Heinz Lindner sah bei beiden Gegentoren nicht gut aus.

Grund zur Freude hatten die Eintracht-Fans bereits vor dem Anpfiff. Bei der offiziellen Saisoneröffnung verkündete Abwehrchef Carlos Zambrano seinen Verbleib am Main. "Ich bleibe zu 200 Prozent", rief der peruanische Innenverteidiger den Anhängern zu. "Ich fühle mich wohl in der Mannschaft, in der Stadt und bei den Fans", sagte Zambrano.

Der Verteidiger, der nach guten Leistungen bei der Copa America erst verspätet ins Training eingestiegen war, war in den letzten Wochen mit vielen ausländischen Vereinen in Verbindung gebracht worden. Sein bis Juni 2016 laufender Vertrag enthielt eine Klausel, nach der er für 1,5 Millionen Euro vorzeitig den Verein hätte wechseln können. "Geld ist nicht alles im Leben", erklärte Zambrano.

Eintracht-Coach Armin Veh hatte zuletzt ein Bekenntnis von ihm zur Eintracht gefordert, um keine weitere Unruhe aufkommen zu lassen. Sportdirektor Bruno Hübner sagte dem "kicker", dass man sich mit Zambrano mündlich auf einen neuen Vierjahresvertrag geeinigt habe, der keine Ausstiegsklausel zum 31. August mehr enthält. Der neue Kontrakt soll zeitnah unterschrieben werden. Auch die Wechsel von Torwart Lukas Hradecky und Linksaußen Mijat Gacinovic sollen in dieser Woche perfekt gemacht werden.

Beim Test gegen Tokio deckten die Japaner vor allem in der ersten Halbzeit noch vorhandene Schwächen der Eintracht auf und führten bis in die Schlussphase der ersten Halbzeit nicht unverdient. Nach dem Wechsel erhöhte Frankfurt den Druck und hätte das Ergebnis deutlicher gestalten können. Trainer Armin Veh wechselte das Personal fast komplett. "Wir haben Schwächen aufgedeckt bekommen, aber auch Stärken gezeigt", sagte Vorstandsboss Heribert Bruchhagen.

In der Startelf der Eintracht standen in David Abraham, Stefan Reinartz und Torhüter Lindner drei der bisher vier Neuzugänge. Stürmer Luc Castaignos fehlte verletzt. Dass Lindner zweimal nicht gut aussah, bedauerte Eintracht-Coach Armin Veh. "Aber er hat ansonsten eine sehr gute Vorbereitung gespielt", sagte Veh im "hr-fernsehen".

Schon vor der Partie hatten tausende Eintracht-Anhänger ihr Team gefeiert. Den größten Beifall heimste mit Alexander Meier ein Altbekannter ein. Trainer Armin Veh hat das Urgestein zum neuen Kapitän ernannt. "Das ist schon was Besonderes", sagte der noch verletzte Torschützenkönig unter dem Beifall der Fans.

Eine besondere Saison wird es für Bruchhagen. Nach der Runde ist Schluss für den 67-jährigen Vorstandsboss. "Wie emotional es wird, muss sich zeigen. Ob wir uns gut verstärkt haben, werden wir erst nach einem Jahr sehen. Ich bin sicher, die Mannschaft ist nicht schwächer als die vom Vorjahr. Ein Schritt nach vorn ist möglich", erklärte Bruchhagen, der sich eine schnelle Rückkehr von Meier wünscht. "Wir brauchen einen gesunden Meier."

dpa


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