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Ein nicht ganz ernst gemeinter Bundesliga-Ausblick

Schönen Gruß vom Fußballgott

Warum sich Alex Meier als Fußballgott unsterblich macht, Pep Guardiola aufgibt und Jürgen Klopp zum Triumphator wird: Ein gar nicht mal so wahrscheinlicher Ausblick auf die Bundesliga-Rückrunde.
Gewagte Prognose: Alexander Meier wird mit 32 Treffern der Garant für den Champions-League-Einzug der Eintracht. Foto: imago

Gewagte Prognose: Alexander Meier wird mit 32 Treffern der Garant für den Champions-League-Einzug der Eintracht. Foto: imago

© imago sportfotodienst

Marburg. 18. Spieltag: Gleich zum Auftakt machen Robben, Ribéry und Co. mit dem Bayern-Jäger Wolfsburg kurzen Prozess (4:0). „Bayern-Jäger sind wir nicht“, knurrt Dieter Hecking, Trainer des Bayern-Jägers. Bei der 0:1-Niederlage in Freiburg schmort Frankfurts Torjäger Alex Meier 90 Minuten auf der Bank. „Ich wollte etwas Neues ausprobieren. Alex passte nicht in mein Konzept“, erklärte sich Coach Thomas Schaaf. „Ich dachte, Toreschießen wäre ein gutes Konzept“, kontert Meier.

19. Spieltag: Hoffenheim gegen Bremen. Eigentlich ein unspektakuläres 1:1. Hätte nicht kurz vor Schluss ein kräftiger Mann die Ordner niedergerungen und das Spielfeld gestürmt: Tim Wiese. Der Ex-Keeper klettert aufs Tor und zeigt von der Latte einen Flying Headbutt gegen seinen völlig perplexen Nachfolger Oliver Baumann. Der Bremer Anhang jubelt. Hulk Hogan auch.

20. Spieltag: Auch in Augsburg lässt Schaaf den mit 13 Treffern Führenden der Torschützenliste nicht ran. Frankfurt verliert ohne Meier 0:1.

21. Spieltag: „Ich kann nur wiederholen, was ich in der Hinrunde schon einmal gesagt habe“, gibt sich Jürgen Klopp nach dem 2:2 seines BVB gegen Mainz stoisch. „Wenn nur das Glück zählt und ein Trainerwechsel das bringt, dann muss man mich nur anrufen, dann mache ich den Weg frei.“ Hinter seinem Rücken fragt Dortmunds Boss Joachim Watzke bei Thomas Tuchel nach, ob er „Kloppo“ nicht anrufen könne. Der verneint: Ein Jahr Auszeit sei nun mal ein Jahr Auszeit.

22. Spieltag: Der Mainzer Shinji Okazaki zieht mit zwei Treffern gegen Frankfurt in der Torjägerliste mit Meier gleich. Der schmollt auf der Bank.

23. Spieltag: Am Ende einer begeisternden Partie trifft Kevin Großkreutz zum 3:2 für Dortmund gegen Schalke. „Derbysiege sind schön“ ist auf einem Banner zu lesen - aber nur, weil die BVB-Fans hastig den zweiten Teil wieder eingerollt haben: „...dann eben nächstes Jahr gegen Bochum“ stand dort.

24. Spieltag: Die Dortmunder Euphorie ist nach der 1:2-Pleite in Hamburg schnell wieder verflogen.

25. Spieltag: Nachdem die Eintracht mit nur zwei geschossenen Toren (Kopfball Russ und ein Eigentor) ins Mittelmaß abgerutscht ist, gibt Schaaf dem öffentlichen Druck nach. Alex Meier stürmt und steuert drei Treffer zum 4:1 über Paderborn bei. Schalke schießt sich bei der Hertha den Frust von der Seele (3:0). Zuvor waren die Königsblauen in der Champions League beim 1:5 und 1:3 von Real Madrid vorgeführt worden. „Wir steigern uns“, wollte Manager Horst Heldt das Positive sehen. „Ein Tor besser als im letzten Jahr.“ Wolfsburg hat nach einem 1:1 gegen Freiburg als Zweiter 23 Punkte Rückstand auf den Rekordmeister. „Wenn Sie uns so nennen wollen, sind wir die Bayern-Jäger“, sagt Hecking.

26. Spieltag: Die Bayern sind Meister! Beim 1:0 gegen Mönchengladbach tut sich das Star-Ensemble lange schwer, dann trifft Weltmeister Christoph Kramer mit einer verunglückten Rückgabe aus 40 Metern ins falsche Tor. Da Wolfsburg nicht über ein 1:1 in Mainz hinauskommt, sind die Münchner mit 25 Punkten Vorsprung nicht mehr einzuholen. So früh war noch niemand Deutscher Meister! In dieser Rekordsaison wollen Paderborn und Hoffenheim nicht hinten anstehen. Weniger als die 962 Zuschauer hatten beim Bezahlsender „Sky“ nie die Einzelspieloption gewählt.

27. Spieltag: Dortmund rutscht nach einer 0:5-Klatsche gegen die Bayern auf den Relegationsrang ab. Peter Neururer ruft bei Klopp an: „Ich bin ein Glücksbringer. Bei Schalke und Bochum war ich schon. Dortmund fehlt mir noch in meiner Sammlung.“ Klopp legt auf.

28. Spieltag: „Die Bundesliga ist für uns noch nicht vorbei“, betont Guardiola, kurz bevor die Bayern mit 0:1 gegen Frankfurt verlieren. Torschütze: Meier.

29. Spieltag: Der BVB führt kurz vor Schluss mit 2:1 gegen Paderborn. Dann ein Befreiungsschlag von Moritz Stoppelkamp aus 84 Metern. Der Ball springt auf und über den viel zu weit vor seinem Kasten stehenden Roman Weidenfeller zum 2:2 ins Tor.

30. Spieltag: Klopp setzt gegen die Eintracht auf Langerak. Schaaf hat ein ganz anderes Torwartproblem: Da Kevin Trapp seinen Wechsel zum BVB bekannt gegeben hat („Bessere Perspektive“), sieht der Coach einen Interessenkonflikt. Felix Wiedwald und Emil Balayev sind verletzt, Timo Hildebrand ist in den USA. Kurzerhand wird Nikolov reaktiviert. Der „ewige Oka“ entschärft elf Hundertprozentige, Dortmunds Stürmer verzweifeln. Auf der Gegenseite trifft Meier. Nach dem 0:1 ist der BVB Vorletzter.

31. Spieltag: Huub Stevens spielt mit Stuttgart bei „seinen“ Schalkern. Am Ende steht auf beiden Seiten die Null.

32. Spieltag: Bayern besiegt Augsburg mit 3:2. Pep ist sauer. Manuel Neuer auch. Zwei Gegentore in einem Spiel - das macht den schönen Schnitt kaputt!

33. Spieltag: Wolfsburg putzt den BVB mit 3:1. Klopp schnappt sich demütig die Rote Laterne und ruft von sich aus Armin Veh an. Der winkt ab, Perspektive und so. „Außerdem bist du der richtige Mann!“ Guardiola dagegen hat die Faxen dicke. 2:2 in Freiburg, schon wieder zwei Gegentore! „Die Einstellung stimmt nicht, ich kann hier nichts mehr machen“, sagt Pep und wirft hin.

34. Spieltag: „Alex Meier - Fußballgott“ schallt es durch die Commerzbank-Arena, nachdem der Gewinner der Torjägerkanone (32 Treffer) die Eintracht im direkten Duell um Platz drei gegen Leverkusen (2:1) im Alleingang in die Champions League geschossen hat. „Schönen Fußball stelle ich mir anders vor. Aber wenn die Leute damit zufrieden sind, dann sei es eben so“, kommentiert Thomas Schaaf resigniert.

Interimstrainer Franz Beckenbauer führt die Bayern zu einem 6:0 über Mainz. „Ich weiß gar nicht, was dieser seltsame Spanier hatte... Ich hab nur gesagt: Geht‘s raus und spielt‘s Fußball.“ Für die Endspiele in DFB-Pokal und Champions League - jeweils gegen Borussia Dortmund - verpflichtet der Rekordmeister eilig Armin Veh, weil Tuchel absagt („Ein Jahr Auszeit ist ein Jahr Auszeit“).

Im Kellerduell zwischen dem BVB und Werder Bremen kann sich nur der Sieger retten. Die Tore sind wie vernagelt, nach dem 0:0 sind beide abgestiegen. „Immerhin haben wir den Derbysieg geholt - wenn wir jetzt noch die Endspiele gewinnen, kann man von einer guten Saison sprechen“, meint Klopp. Die Fans feiern.

Der Bundesliga-Dino HSV geht in die Relegation. Die legendäre Uhr im Stadion muss auf 0 zurückgesetzt werden nach der Niederlage gegen RB Leipzig, das neben Ingolstadt und Heidenheim aufsteigt.

Dortmund schafft die Sensation, gewinnt den DFB-Pokal und dank Elfmeterkiller Weidenfeller auch die Champions League gegen München. Erstmals ist damit ein Zweitligist für die Königsklasse qualifiziert. Veh nimmt bei den Bayern seinen Hut: „Das Glück hat gefehlt.“ Neururer bringt sich ins Gespräch. Stefan Effenberg auch. „Was macht eigentlich der Loddar?“, fragt Franz Beckenbauer.

von Holger Schmidt

[Heike Schmidt]

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