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Nach Differenzen

Löw trifft Zwanziger vor Flug nach Warschau

Nach den heftigen Differenzen der vergangenen Tage sind Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Präsident Theo Zwanziger ein erstes Stück aufeinander zugegangen.
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Bundestrainer Joachim Löw

Bundestrainer Joachim Löw

© dpa

Noch vor dem Abflug nach Warschau zur Auslosung der EM-Qualifikationsgruppen an diesem Sonntag trafen sich Zwanziger und Löw in Frankfurt/Main zu einem „Gedankenaustausch über die aktuelle Situation“, wie es der Deutsche Fußball-Bund am Samstag formulierte. In dem Gespräch wollten beide Seiten versuchen, die Irritationen wegen der geplatzten Vertragsverlängerung mit dem Bundestrainer auszuräumen.

„Ich habe gespürt, dass dem Präsidenten daran liegt, die WM-Vorbereitung in dem engen Vertrauensverhältnis fortzuführen, das uns seit Jahren verbindet, auch wenn es jetzt nicht zu der beabsichtigten Vertragsverlängerung über die WM 2010 hinaus gekommen ist“, erklärte Löw nach DFB-Angaben. Zwanziger hatte seinen Flug extra vorverlegt, um gemeinsam mit Löw nach Warschau reisen zu können und am Abend das UEFA-Bankett anlässlich der Auslosung zu besuchen.

In einer ersten Reaktion auf die gescheiterte Vertragsverlängerung hatte Löw am Freitag in einer Stellungnahme den DFB heftig kritisiert. Es seien „viele Unwahrheiten in Umlauf gekommen“, zudem habe es den von Zwanziger im Dezember des Vorjahres schon verkündeten „Handschlag-Vertrag“ zur Vertragsverlängerung „nicht gegeben“.

Am Sonnabend versuchte Löw, diese Aussagen etwas zu relativieren. Er habe „auch gespürt, dass meine Stellungnahme vom Freitag bei Dr. Zwanziger große Irritationen ausgelöst hat, weil dadurch in der Öffentlichkeit die Diskussion aufgekommen ist, er habe Unwahrheiten verbreitet oder sei daran beteiligt gewesen. Dies war von mir zu keinem Zeitpunkt beabsichtigt“, erklärte der 50-Jährige.

Der heftig in der Kritik stehende Teammanager Oliver Bierhoff verteidigte sich nach der Ankunft in Warschau: „Viele Zahlen, die genannt wurden, sind überhaupt nicht richtig und viele Dinge sind dadurch durcheinandergeworfen worden.“ Die „Unruhe“ wundere ihn ein wenig. „Ich verstehe es nicht, denn wir haben einen verhandelbaren Vertrag vorgelegt“, sagte der ehemalige Nationalspieler.

dpa


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