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Was Studienanfänger bei Heimweh tun können

In der ersten Zeit an der Uni ist viel los: In der Orientierungswoche gibt es fast nonstop Programm, im Anschluss müssen sich die Neulinge an Vorlesungen und Seminare gewöhnen.
Was die Freunde zu Hause wohl machen? Auch wenn es verlockend ist: Erstsemester sollten nicht dauernd heimfahren. Foto: Mascha Brichta

Was die Freunde zu Hause wohl machen? Auch wenn es verlockend ist: Erstsemester sollten nicht dauernd heimfahren. Foto: Mascha Brichta

Berlin. Heimweh kommt bei manchen erst danach auf.

Studienanfänger bekommen oft erst nach dem ersten Eingewöhnen Heimweh. In der ersten Zeit prasselt so viel Neues auf sie ein, dass sie wenig Zeit für Heimweh haben. "Zum Studium gehört, dass man das gewohnte soziale Umfeld verlässt", erklärt Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk, wie es zum Heimweh kommt. Wichtig sei, das Gefühl zuzulassen, rät Grob. Die Studenten sollten sich fragen: Was kann mir jetzt helfen? Das können ganz einfache Dinge sein, wie Bilder von zu Hause aufzuhängen oder mit Eltern und Freunden zu telefonieren.

Keine Lösung sei aber, jedes Wochenende nach Hause zu fahren - denn so komme man nicht am neuen Studienort an, warnt Grob. Stattdessen sollten Studierende bei Heimweh nach Angeboten suchen, über die sie sich ein soziales Netz vor Ort aufbauen können. Möglichkeiten dafür gibt es unter anderem über den Hochschulsport, die Fachschaft oder Ersti-Partys.

Wer zunächst in die eigenen vier Wände eingezogen ist, aber merkt, dass ihm das Alleinwohnen nicht liegt, sollte sich eine Wohngemeinschaft suchen. "Die WG ist fast schon eine Versicherung gegen Heimweh", sagt Grob. In Wohnheimen rät er dazu, bei den Nachbarn anzuklopfen, um in Kontakt zu kommen. Über einen gemeinsamen Kochabend kann man sich dann besser kennenlernen. Außerdem gebe es in vielen Wohnheimen ohnehin schon Angebote für gemeinschaftliche Events wie Kickerturniere - über die informieren sich die Neulinge zum Beispiel beim Wohnheimsprecher.

Wenn der Student gar nicht mehr aus dem Heimweh herauskommt und es beginnt, die Studienleistungen negativ zu beeinflussen, sollte er sich in einer der Uni-Beratungsstellen Hilfe holen, rät Grob.

dpa


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