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Probleme von Studenten und wie man sie lösen kann

Keine Freizeit, schlechte Noten - und was passiert eigentlich nach dem Studium? Oft quälen sich Studenten mit scheinbar unlösbaren Problemen herum. Damit werden sie an den Unis aber nicht allein gelassen.
Manchmal wird Studenten alles zu viel. Psychologische Beratungsstellen an den Unis können helfen und praktische Tipps geben. Foto: Monique Wüstenhagen

Manchmal wird Studenten alles zu viel. Psychologische Beratungsstellen an den Unis können helfen und praktische Tipps geben. Foto: Monique Wüstenhagen

Berlin. Viel Zeit, eine Menge Partys und manchmal ein bisschen lernen: Über diese Klischees können Studenten oft nur müde lächeln. Ihr Alltag ist meist stressig und voll von Problemen.

Wie eine aktuellen Umfrage von Wissenschaftlern der Universitäten Potsdam und Hohenheim zeigt, fühlen sich Studierende in Deutschland gestresster als Berufstätige. Speziell Zeit- und Leistungsdruck sowie Angst vor Überforderung sorgen für Stress.

Nicht immer können Studenten diese Probleme allein lösen. Wo sie Hilfe finden, weiß Stefan Grob vom Deutschen Studentenwerk in Berlin. Ein Überblick:

- Stress, Leistungsdruck, Zweifel:Experimentieren, sich ausprobieren, sich auch mal etwas Zeit lassen mit dem Studium. Das alles war einmal. Heute gilt eher das Credo, schnell und erfolgreich zu sein, sagt Grob. Das kann zu Leistungsdruck führen. Aber auch zum Gefühl, dass man nur noch für das Studium lebt. Grob plädiert dafür, ruhig daraus auszubrechen und sich im Zweifel auch mal ein Semester mehr Zeit zu gönnen. Wer das Gefühl hat, dass es zu viel wird, kann sich an die psychologischen Beratungsstellen von Studentenwerken und Hochschulen wenden. Die seien in der Regel kostenlos, erläutert Grob. Es sei also kein Makel, sich dahin zu wenden. Die Berater helfen auch bei anderen Problemen, etwa Zweifeln am Studium oder Einsamkeit.

- Notenprobleme: Wer eine Prüfung dreimal nicht besteht, dem droht die Exmatrikulation. Fächer wie Technische Mechanik oder auch verschiedene Bereiche der Mathematik sind typische Stolperfallen. Wer eine Prüfung nicht besteht, könne seine Professoren fragen, woran es gelegen hat, sagt Grob. "Da sollte man ehrliches Feedback erbitten." In Lerngruppen klappt die Vorbereitung auf Prüfungen mitunter besser als allein.

- Probleme mit dem Dozent: Im Seminar fühlt man sich vom Dozent unfair behandelt. Dann gilt zunächst: Ein persönliches Gespräch kann das Problem klären. Klappt das nicht, gibt es in vielen Fachbereichen auch Vertrauensdozenten, die ein offenes Ohr haben. Als letzte Lösung bleibt schlicht: den Kurs beenden oder wechseln. Das sei wie in einer Beziehung, sagt Grob. "Wenn es nicht mehr geht, muss man raus."

- Probleme mit dem Geld: Jeder Student sollte sich einen genauen Finanzierungsplan machen, sagt der Fachmann. Drei Fragen sind dabei zentral: Wie viel Geld braucht man? Wo kommt es her? Und wo entstehen Lücken, die gefüllt werden müssen? Unterstützung bei solchen Fragen bieten die Sozialberatungen der Studentenwerke. An vielen Unis gibt es auch Studienfinanzierungsberatungen, die in der Regel ebenfalls vom Studentenwerk angeboten werden und oft am Bafög-Amt angegliedert sind.

- Studieren mit Kind: Laut Stefan Grob haben fünf Prozent aller Studenten Kinder. Wer mit Kind ein Studium aufnimmt oder im Studium Nachwuchs erwartet, sollte sich früh um einen Kita-Platz kümmern, rät er. Es gibt an vielen Unis Kindertagesstätten, die entweder von den Hochschulen oder Studentenwerken getragen werden. Die Sozialberatung bietet Studierenden zudem Familien- und Schwangerschaftsberatung.

- Fragen zur Zukunft: Was kommt nach dem Studium? Die Unis bieten Studenten dafür einige Orientierungsmöglichkeiten, vom Career Center bis zur Absolventenberatung. Auch Informations-Veranstaltungen über Karrieremöglichkeiten nach dem Abschluss, die in vielen Studiengängen angeboten werden, sind sinnvoll, sagt Grob. Er rät, Praktika im Studium dafür zu nutzen, um für sich klar abzustecken, was man will. Man sollte außerdem mit den Unternehmen, in denen man war, im Anschluss Kontakt halten. So ergibt sich mitunter direkt der Berufseinstieg.

dpa


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