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Mit Joystick zur Uni: Magdeburg bietet Computerspiel-Seminare

Selber Computerspiele entwickeln können Studierende an der Uni Magdeburg. Für einige Seminare gibt es sogar Noten. Der studentische Verein Acagamics hilft dabei.
Die Studenten Johannes Jendersie, Maria Manneck, Anke Friederici und David Kuri (l-r) arbeiten an ihrem Computerspiel «Virus X».

Die Studenten Johannes Jendersie, Maria Manneck, Anke Friederici und David Kuri (l-r) arbeiten an ihrem Computerspiel «Virus X».

© Jens Wolf

Magdeburg. Sie sitzen schon mal 48 Stunden vor dem Rechner, um ihrer Leidenschaft nachzugehen. Ziel ist es, in relativ kurzer Zeit zu einem bestimmten Thema ein fast ausgereiftes Computerspiel zu programmieren. Der studentische Verein

Acagamics will Studierenden die Welt der Computerspiele zeigen. An der Universität Magdeburg geben sie Interessierten einen Raum dafür - und schaffen Brücken zwischen Uni und Spieleindustrie.

 

2006 hat alles mit der Gründung eines Clubs angefangen. "Bis zur Vereinsgründung hatte sich alles sehr langsam entwickelt. Wir haben ganz klein angefangen und hatten weniger als zehn Mitglieder", erinnert sich die Master-Studentin Maria Manneck. Eine Kooperation mit Dozenten brachte den Durchbruch - fortan standen Computerspiele mit auf dem Stundenplan.

"Im Herbst 2011 haben wir dann unseren gemeinnützigen Verein unter ehrenamtlicher Führung gegründet. Das erlaubt es uns, Besitz zu haben und Spenden zu erhalten", erklärt die Vorstandschefin von Acagamics, Anke Friederici. Heute ist jeder zehnte Student der Fakultät für Informatik an der Magdeburger Otto-von-Guericke-Universität Mitglied des Vereins. "Auch neue Bachelor-Studenten besuchen unsere Veranstaltungen, so dass jeder, auch ohne Vorwissen, von Grund auf etwas lernen und mitmachen kann", sagte Friederici.

Insgesamt 100 Mitglieder zählt der Verein inzwischen. "Es ist bemerkenswert, dass ein studentischer Verein in dieser Richtung so viele Mitglieder hat", sagt Linda Breitlauch, Vorstandsmitglied beim Bundesverband Game, dem Verband der Computerspiel-Industrie in Deutschland. Auch das Gesamtkonzept und der innovative Ansatz seien besonders.

Pro Semester bieten Verein und Uni etwa fünf Lehrveranstaltungen an der Uni an. Für drei davon gibt es eine Note. "In unseren Projekten und Seminaren können gerade Bachelor-Studenten einen Einblick in Computerspiele bekommen. Im Studium können sie sogar die Profillinie Computergames wählen", sagt Programmierer Johannes Jendersie. Außerdem organisieren die Mitglieder von Acagamics einen Programmierwettbewerb und Schülerworkshops.

Etwa zweimal im Jahr tragen sie "Game Jams" aus, bei denen sie innerhalb von 48 Stunden in kleinen Gruppen fertige Prototypen für ein Spiel gestalten und programmieren. "In dieser Zeit hat man sehr wenig Schlaf und schafft es trotzdem, in der geringen Zeit etwas auf die Beine zu stellen. Das ist teilweise sehr beeindruckend", berichtet Vereinsmitglied David Kuri.

Auch der Weg in das Berufsfeld Spielentwicklung wird den Studierenden gezeigt. "In Gastvorträgen, bei Studio- und Konferenzbesuchen können alle Interessierten mehr über die Brache erfahren und einen guten Einblick bekommen", erzählt Kuri.

In der einstigen Männerdomäne sind inzwischen auch Frauen vertreten. Rund zehn Prozent der Mitglieder des Vereins sind Frauen und ihr Anteil wächst weiter. "Auch die Industrie setzt viel daran, dass immer mehr Frauen in der Branche arbeiten", erklärt Vorstandschefin Friederici.

Wer sich einen Eindruck von den Spieleideen machen will, kann auf der Internet-Seite des Vereins rund 100 Spiele herunterladen, die zum Beispiel bei den "Game Jams" entstanden sind. Andere Spiele sollen professionell weiterentwickelt und vermarktet werden.

Bei der Firma

Silver Seed Games, die von Absolventen der Uni Magdeburg gegründet wurde, wird derzeit etwa am Spiel Virus X gearbeitet. Dabei steuert jeder Spieler einen Virusstamm. Das Spiel soll in den nächsten Monaten auf den Online-Markt kommen und zwischen bis zu zwei Euro kosten.

dpa


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