Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Arbeit

Lernen mit Computerspielen

Sie spielt beruflich am Computer: Linda Breitlauch ist eine der wenigen deutschen Professorinnen für Game Design. Sie ist überzeugt, dass Schüler mit Computerspielen vieles besser lernen könnten.
Nach Linda Breitlauch, eine von wenigen deutschen Professorinnen für Game Design, sollten Computerspiele im Schulunterricht deutlich mehr eingesetzt werden.

Nach Linda Breitlauch, eine von wenigen deutschen Professorinnen für Game Design, sollten Computerspiele im Schulunterricht deutlich mehr eingesetzt werden.

© Birgit Reichert

Trier. Computerspiele sollten im Schulunterricht nach Ansicht der Trierer

Professorin Linda Breitlauch deutlich mehr eingesetzt werden. "Sie ermöglichen einen ganz anderen Zugang zu Themen", sagte die Expertin, die an der Hochschule Trier Game Design lehrt und Computerspiele entwickelt.

Zum Beispiel im Fach Geschichte: Wenn Kinder sich virtuell und interaktiv in eine andere historische Zeit zurückversetzen. "Dann erleben sie historische Ereignisse ganz anders, als wenn sie nur darüber lesen", sagte Breitlauch. "Sie erzählen Geschichte quasi mit - und lernen beim Spiel, ohne dass sie es merken. Lernen muss nicht wehtun."

Es gehe nicht darum, dass Schulbuch zu ersetzen, sondern neue

Lehr- und Lernmöglichkeiten aufzutun. Bisher gebe es jedoch wenige solcher "Serious Games" (ernsthafte Spiele), die einen nachprüfbaren Nutzen über die Unterhaltung hinaus haben. Denkbar seien sie jedoch für nahezu alle Fächer. "Was an Computerspielen so großartig ist, ist das Feedback-System. Heißt: Ich sehe sofort eine Reaktion", sagate Breitlauch. In Physik könne man virtuell beispielsweise versuchen, einen Roboter zusammenzubauen und in Chemie Experimente machen, "die man im Klassenraum besser nicht macht".

An der Hochschule Trier entwickelt Breitlauch derzeit im Team mit Informatikern einen Prototyp, um

Geschichte erlebbar zu machen. Die Spieler sollen dabei zurückversetzt werden in die Zeit der Eltzer Fehde (ab 1331), bei der sich mehrere Rittersfamilien an der Mosel gegen die Expansionspolitik des Trierer Erzbischofs Balduin von Luxemburg wehrten. "Einen allerersten Spiele-Prototypen haben wir schon", sagte die 50-Jährige. Ziel des Forschungsprojektes sei, die Mechanik später auch auf andere historische Szenarien übertragen zu können.

"Serious Games" seien mittlerweile auch im Gesundheitsbereich angekommen, sagte die Professorin. Sie würden zum Beispiel in der Schmerztherapie bei der Behandlung von Verbrennungsopfern eingesetzt. Ein Spiel versetze Patienten mittels einer Virtual Reality-Brille in eine Schneelandschaft, in der sie mit Schneebällen auf Ziele werfen würden. Untersuchungen hätten ergeben, dass jene Patienten 30 bis 50 Prozent weniger Schmerz empfänden, sagte Breitlauch.

Jedes Jahr kommen laut Breitlauch weltweit mehrere 1000 Computerspiele auf den Markt, die meisten von ihnen seien Unterhaltungsspiele. Kritik an Computerspielen kann die Wissenschaftlerin nur zum Teil nachvollziehen: "Natürlich gibt es wie in jedem Medium auch schlechte Spiele, ich würde das aber nie an einem Genre festmachen", meinte sie. Das Spielen am Bildschirm sei nicht per se schlecht. "Wenn ich es drei Tage und Nächte hintereinander mache, ist es natürlich nicht gut. Das gilt aber auch für viele andere Dinge."

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Jubiläum




Wünsche




Terra-Tech




Lokschuppen-Sanierung

Lokschuppen-Sanierung: Sollten Marburger über die Umsetzung eingereichter Projektangebote abstimmen dürfen?

Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Eine Vergleichsstudie zwischen Marburg und Osnabrück hat die Wirksamkeit von Karies-Präventionsprogrammen in Marburger Schulen bewiesen. Foto: dpa Kariesprophylaxe

Marburger Schüler haben die besseren Zähne

Marburg nimmt beim Kampf gegen Karies eine Vorreiterposition ein. Dies beweist eine Studie von Professor Klaus Pieper, Leiter der Abteilung Kinderzahnheilkunde der Marburger Zahnklinik. mehrKostenpflichtiger Inhalt



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Arbeit – Lernen mit Computerspielen – op-marburg.de