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EU vermeldet Rekordzahl von Erasmus-Stipendiaten

Ein Semester in Paris oder ein Studienpraktikum in Barcelona: Viele Studenten zieht es ins Ausland. Es werden immer mehr, wie aktuelle Zahlen der EU belegen. "Erasmus": Im Studienjahr 2012/2013 sind fast 270 000 Studierende mit dem Programm ins Ausland gegangen.
Im Studienjahr 2012/2013 nutzten fast 270 000 Studierende das EU-Stipendienprogramm «Erasmus», um an eine ausländische Universität zu gehen.

Im Studienjahr 2012/2013 nutzten fast 270 000 Studierende das EU-Stipendienprogramm «Erasmus», um an eine ausländische Universität zu gehen.

© Patrick Pleul

Brüssel. 00 Studierende mit dem Programm ins Ausland gegangen. Das waren gut 15 000 mehr als ein Jahr zuvor, wie die EU-Kommission in Brüssel mitteilte. Die beliebtesten Zielländer waren 2012/2013 Spanien, Deutschland und Frankreich. Seit Jahren steigt die Zahl der Stipendiaten; 2009/2010 hatte sie mehr als 210 000 erreicht.

 

Erasmus fördert Aufenthalte an ausländischen Hochschulen für Studenten und Uni-Lehrpersonal und hilft, Praktika zu finanzieren. Den aktuellen Zahlen zufolge erhielten die Stipendiaten im Studienjahr 2012/2013 durchschnittlich 272 Euro pro Monat, etwa 9 Prozent mehr als im Studienjahr zuvor. Mit dem Geld soll ein Teil der Reise- und Unterhaltskosten bezahlt werden.

Bis 2020 will die EU den Anteil der im Ausland Studierenden auf mindestens 20 Prozent verdoppeln. "Durch die beim Erasmus-Aufenthalt erworbenen Kompetenzen verbessern sich auch die Beschäftigungsfähigkeit und die beruflichen Perspektiven der Studierenden", sagte EU-Bildungskommissarin Androulla Vassiliou. Gerade in Zeiten hoher Jugendarbeitslosigkeit sei dies wichtig.

Um den Austausch weiter zu fördern, hat die EU im Januar 2014 das Programm

"Erasmus+" anlaufen lassen. Es fasst mehrere EU-Programme zusammen und soll auch eine berufliche Aus- und Weiterbildung in einem anderen Land ermöglichen. "Unser neues Programm Erasmus+ wird in den kommenden sieben Jahren noch mehr jungen Menschen die Möglichkeit geben, im Ausland zu studieren, sich fortzubilden, zu arbeiten oder einen Freiwilligendienst zu leisten", sagte Vassiliou.

dpa


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