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Wie werde ich..? Pharmazeutisch-technischer Assistent

Sie stellen Salben her, bestellen Medikamente und beraten Kunden: Neben Apothekern erledigen pharmazeutisch-technische Assistenten und pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte die Arbeit in Apotheken. Ein Job mit viel Verantwortung.
Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellte (PKA) sorgen etwa dafür, dass in der Apotheke immer alle Medikamente vorhanden, richtig einsortiert und gelagert sind.

Pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellte (PKA) sorgen etwa dafür, dass in der Apotheke immer alle Medikamente vorhanden, richtig einsortiert und gelagert sind.

© ABDA

Kevelaer. Jeder hat sie schon gesehen, ihren Beruf kennen aber nur wenige: Pharmazeutisch-technische Assistenten (PTA) stehen ähnlich wie Apotheker hinter der Theke, beraten Kunden, stellen Rezepturen her und kontrollieren Arzneimittel.

Unterstützt werden sie von den pharmazeutisch-kaufmännischen Angestellten (PKA), die sich um Organisatorisches wie Bestellungen, Lagerung und Marketing kümmern. Beide Berufe bieten einen recht abwechslungsreichen Alltag. "Der typische Arbeitstag von PKA beginnt damit, die Arzneimittelsendung des Großhandels zu bearbeiten", erzählt Ursula Sellerberg. Sie ist Pressesprecherin bei der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). "Dann wird das Lager gepflegt oder Ware in die Regale geräumt."

Die meiste Arbeit machen PKA allerdings am Computer und am Telefon. Denn sie müssen dafür sorgen, dass in der Apotheke immer alle Medikamente vorhanden, richtig einsortiert oder gelagert sind. Dafür nehmen sie Bestellungen entgegen, fordern neue Ware aus dem Großhandel an und versenden Retouren. Auch die Dokumentation dieser Vorgänge fällt in ihren Aufgabenbereich. Dabei ist Sorgfalt gefragt.

Auch die pharmazeutisch-technischen Kollegen müssen genau arbeiten. Schließlich geht es bei ihrer Arbeit ebenfalls um die Gesundheit der Kunden. Vom Arzt verschriebene Rezepturen für Salben oder Cremes müssen genau nachgemischt werden. Im Beratungsgespräch mit den Kunden dürfen sie keine falschen Empfehlungen geben und nichts vergessen.

Die Zugangsvoraussetzungen für den PTA-Beruf sind etwas strenger als beim PKA-Beruf. Bewerber müssen mindestens die mittlere Reife haben. "Etwa ein Drittel der PTA hat auch Abitur", sagt Angelika Gregor vom Bundesverband PTA (BVpta). Die Ausbildung macht man an einer von zirka 80 PTA-Schulen in Deutschland. "Die Ausbildung an öffentlichen Schulen ist in der Regel kostenfrei", informiert die Bundesagentur für Arbeit. Gegebenenfalls fallen jedoch Aufnahme- und Prüfungsgebühren an. Private Schulen erheben außerdem meist Lehrgangsgebühren. Die schulische Ausbildung dauert zwei Jahre, danach folgt ein halbes Jahr Praktikum in der Apotheke.

Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte werden dagegen dual ausgebildet, also parallel im Betrieb und in der Berufsschule. Hier kann auch ein Hauptschulabschluss reichen, die meisten Bewerber haben aber mittlere Reife. PKA-Azubis bekommen von Anfang an ein Ausbildungsgehalt, aktuell etwa 670 im ersten bis 770 Euro im dritten Lehrjahr. Es kann aber auch je nach Betrieb etwas weniger sein. PTA erhalten dagegen nur im letzten halben Jahr, also während ihres Praktikums, ein Gehalt (ebenfalls etwa 670 Euro). Während ihrer Schulzeit müssen sie außerdem eine vierwöchige Famulatur ableisten. Ob die bezahlt wird, hängt von der jeweiligen Apotheke ab.

Die Ausbildung besteht bei beiden Berufen aus viel Praxis. Bei PTA stehen Fächer wie Herstellung von Arzneimitteln und Drogenkunde auf dem Stundenplan. Dazu macht man etwa Chemie und Physik. Das Wichtigste ist allerdings Freude am Kundenkontakt - denn der ist der Hauptteil der Arbeit. PKA lernen dagegen vor allem Themen wie Buchhaltung, Logistik und Marketing. "Man darf keine Scheu vor Zahlen haben", sagt Sellerberg. Kundenkontakt haben PKA kaum, hier liegt der Hauptunterschied zu ihren Kollegen.

dpa


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