Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Arbeit

Wie werde ich...? Holzmechaniker/in

Den Beruf des Tischlers kennt jeder. Aber Holzmechaniker? Davon haben viele noch nichts gehört. Dabei arbeiten die Fachkräfte ebenfalls mit Holz - nur nicht im Handwerk, sondern in der Industrie. Zum August wird die Ausbildung modernisiert.
Ohne Sorgfalt geht es nicht. Ausbilder Mathias Plassmann (r) erklärt dem angehenden Holzmechaniker Lukas Mühlenstädt, worauf er achten muss. Mühlenstädt lernt beim Küchenmöbelhersteller Poggenpohl in Herford.

Ohne Sorgfalt geht es nicht. Ausbilder Mathias Plassmann (r) erklärt dem angehenden Holzmechaniker Lukas Mühlenstädt, worauf er achten muss. Mühlenstädt lernt beim Küchenmöbelhersteller Poggenpohl in Herford.

© Ina Faßbender

Herford. Sägen, Hobeln, Fräsen: Das Bearbeiten von Holz ist für Lukas Mühlenstädt inzwischen zur Routine geworden. Der 21-Jährige ist im zweiten Ausbildungsjahr zum

Holzmechaniker beim Küchenmöbelhersteller Poggenpohl in Herford.

Als er das Abitur in der Tasche hatte, war ihm klar: Für ihn soll der Beruf "was mit Holz" zu tun haben. Das Material hatte es ihm im Kunstunterricht in der Schule angetan. Er hätte auch Tischler werden können. "Aber die Tätigkeit eines Holzmechanikers ist vielseitiger", erzählt Lukas Mühlenstädt. Holzmechaniker arbeiten in der Industrie und steuern Produktionsanlagen, mit denen Möbel, Rahmen und sogar Teile von Fertighäusern hergestellt werden.

Um solche computergesteuerten Maschinen bedienen zu können, brauchen Azubis technisches Verständnis. "Auch sollten sie sich für technische Zeichnungen interessieren", erklärt Robert Koisar. Er ist vom Hauptverband der Deutschen Holzindustrie und Kunststoffe verarbeitenden Industrie (HDH) mit Sitz in Bad Honnef. Die Zeichnungen sind die Arbeitsgrundlage von Holzmechanikern. Nach den darin angegebenen Maßen müssen die Fachkräfte Holzteile millimetergenau bearbeiten - sonst passt es später bei der Montage nicht.

Sorgfältiges Arbeiten ist wichtig, aber Azubis brauchen auch gute Mathe-Kenntnisse. Sie sind gefragt, wenn man Flächen richtig berechnen muss. Wer sich für den Job interessiert, sollte sich auch mit Physik auskennen. Holz ist ein lebendiger Werkstoff. Azubis müssen außerdem körperlich belastbar sein. Leise geht es bei der Arbeit nicht zu. "Das ist aber reine Gewöhnungssache", erklärt Lukas Mühlenstädt.

Zum 1. August 2015 wird die Ausbildung modernisiert. Neu ist, dass sie künftig in drei Fachrichtungen angeboten wird. Lukas Mühlenstädt beschäftigt sich in seiner Fachrichtung mit der Herstellung von Möbeln. Er produziert Tische, Regale und Schränke. Aber auch ganze Ladeneinrichtungen, Treppen sowie Wand- und Deckenverkleidungen aus Holz gehören dazu. In der Fachrichtung Bauelemente und Rahmen kümmern sich Holzmechaniker überwiegend um die Herstellung von Fenstern, Türen, Leisten und Rahmen.

Neu ist die Fachrichtung, in der es um die Montage von Innenausbauten und Bauelementen geht. Azubis lernen dabei, wie sie zum Beispiel den Innenausbau eines Geschäfts machen.

Während ihrer Ausbildung erhalten Azubis bei einer Bezahlung nach Tarif zwischen 630 und 830 Euro im ersten Lehrjahr, im zweiten zwischen 680 und 866 Euro und im dritten zwischen 730 Euro und 907 Euro. Nach der Ausbildung können Holzmechaniker je nach Fachrichtung etwa bei Möbel- oder bei Fertighausherstellern, in Sägewerken oder Innenausbauunternehmen arbeiten. "Das Einstiegsgehalt liegt oft bei rund 2500 Euro, kann aber je nach Betriebsgröße und Bundesland variieren", erklärt Brigitte Seyfried vom Bundesinstitut für Berufsbildung.

Lukas Mühlenstädt freut sich auf den Arbeitsalltag. Für zu Hause hat er sich schon selbst ein Bett gebaut. "Das Schöne ist, dass man sich mit Holzmöbeln ein Stück Natur in die eigenen vier Wände holt."

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Jubiläum




Wünsche




Terra-Tech




Lokschuppen-Sanierung

Lokschuppen-Sanierung: Sollten Marburger über die Umsetzung eingereichter Projektangebote abstimmen dürfen?

Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Mmmm, wie das duftet! Das Rezept für diesen saftigen Stollen finden Sie unten im Text. Foto: Hartmut Berge Besser Esser

Christstollen: Ein Gebäck fürs ganze Jahr

Als die OP Mike Schmidt in der Backstube besucht, riecht es nach Rosinen und Mandeln. Der 39-Jährige macht das, was seine Vorfahren schon vor rund 180 Jahren in der Vorweihnachtszeit praktizierten: Er backt Stollen. mehrKostenpflichtiger Inhalt

In 12 Schritten zum perfekten ChriststollenGalerie   



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik