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Wie werde ich...? Flugbegleiter/in

Las Vegas, Singapur oder Tokio - Flugbegleiter bereisen die ganze Welt. Auf den ersten Blick ist es ein Traumberuf. Doch er verlangt einem auch viel ab. Dafür locken nach Feierabend schöne Aussichten.
Bei Start und Landung soll eine bestimmte Musik spielen: Als Flugbegleiterin hat Susanne Gier viele Aufgaben, welche die Gäste gar nicht bewusst mitbekommen.

Bei Start und Landung soll eine bestimmte Musik spielen: Als Flugbegleiterin hat Susanne Gier viele Aufgaben, welche die Gäste gar nicht bewusst mitbekommen.

© Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main. Was für viele den Start in den Urlaub bedeutet, ist für

Flugbegleiter der normale Arbeitsalltag. Ob von Frankfurt nach New York oder nach München - die Zeit vor dem Abflug und über den Wolken ist für sie reine Routine.

Passagiere begrüßen, Koffer verstauen, Sandwiches und Getränke verteilen. Das ist nur ein kleiner Teil der Aufgaben. Das Personal an Bord sorgt für einen reibungslosen Flug. "Als Flugbegleiter kümmern wir uns in erster Linie darum, dass sich die Passagiere an Bord wohl und sicher fühlen", sagt Susanne Gier. Die 46-Jährige ist seit 24 Jahren Flugbegleiterin bei der Fluggesellschaft

Condor und war bisher schon auf weit mehr als 1000 Flügen rund um den Globus im Einsatz. Die Schicht an Bord beginnt dabei schon lange vor Abflug.

In einem Briefing besprechen Susanne Gier und ihre Kollegen zuerst alle Besonderheiten des Flugs und teilen die Zuständigkeiten ein. Dazu zählen auch Aufgaben, die für die Gäste nicht direkt sichtbar sind, etwa das Überprüfen der Notausrüstung.

Was man in dem Job vor allem mitbringen muss, ist eine Menge Stresstoleranz und Empathie. "Man muss seine eigenen Befindlichkeiten auch mal wegstecken können", sagt Daniel Flohr von der

Unabhängigen Flugbegleiter Organisation UFO.

Flexibilität ist dabei nicht nur im Kontakt mit den Passagieren gefragt. Ob der Flug nach Rio de Janeiro über Silvester oder ein Business-Flieger an einem Montagmorgen: Flugbegleiter werden an sieben Tagen in der Woche und an 365 Tagen im Jahr gebraucht.

Wer als Flugbegleiter Teil einer Bord-Crew werden möchte, muss mindestens 1,60 Meter groß und 18 Jahre alt sein. Für den Umgang mit internationalen Passagieren sind gute Englischkenntnisse eine Grundvoraussetzung. "Auch Erfahrungen in der Gastronomie- oder Servicebranche sind hilfreich", sagt Frank Petro. Er ist Trainingsmanager bei

Air Crew Service, einer Ausbildungseinrichtung für Kabinenpersonal in München. Wichtig sei auch die körperliche Eignung: "Man bewegt sich ständig in einem Wechsel zwischen Zeit- und Klimazonen", sagt Petro. "Das kann auf Dauer belastend sein."

Der klassische Weg zum

Flugbegleiter führt über eine sechs- bis achtwöchige Schulung bei einer Fluggesellschaft, da sie speziell für ihre Maschinen und Flotten ausbilden können. Im Anschluss an die Ausbildung sind Flugbegleiter fester Teil der mehrköpfigen Crew an Bord. Nach ein paar Jahren Berufserfahrung ist ein Aufstieg zum Kabinenchef, dem sogenannten "Purser" möglich, der auch leitende Aufgaben und die Kommunikation mit dem Cockpit übernimmt.

Das Einstiegsgehalt eines Flugbegleiters kann bei rund 1700 Euro brutto, aber auch deutlich darunter liegen. Neben dem Gehalt sammeln Flugbegleiter über ihre Berufslaufbahn hinweg viel Reiseerfahrung. Malediven, Phuket, New York - wer das Reisen liebt, kommt bei dem Job voll auf seine Kosten. Bei Langstrecken-Flügen bleiben der Crew vor Ort meistens ein bis zwei Tage, um sich vom Flug zu erholen. Zeit genug, um ein bisschen Urlaubsfeeling zu genießen.

dpa


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