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Arbeit

Ventilator nur in Absprache mit Kollegen aufstellen

In Großraumbüros ist gegenseitige Rücksicht unabdingbar - das gilt auch für den Einsatz von Ventilatoren im Sommer. Was Arbeitnehmer berücksichtigen sollten, damit aus der frischen Brise keine Schlechtwetterfront wird.
Herrlich, ein kühler Luftzug im Büro. Möglich, dass das nicht alle Kollegen so sehen.

Herrlich, ein kühler Luftzug im Büro. Möglich, dass das nicht alle Kollegen so sehen.

© Peter Steffen

Flein. An heißen Tagen im Sommer sehnen sich viele nach ein wenig Abkühlung im Büro. Mancher kommt dann auf die Idee, sich einen Ventilator in den Betrieb mitzunehmen. Das kann aber leicht Diskussionen mit den Kollegen entfachen. "Ein Ventilator auf dem Schreibtisch ist nicht jedermanns Sache", hat Karriere-Coach Carolin Lüdemann aus Flein bei Heilbronn beobachtet. Gerade in Büros, die mehrere Personen gemeinsam nutzen, sollte man an seine Kollegen denken.

"Erklären Sie ihnen, dass Ihnen die Hitze zu schaffen macht und dass Sie mit ein wenig Frischluft besser arbeiten können", empfiehlt Lüdemann. Wer seine Wünsche und Bedürfnisse offen äußert, ernte oft Entgegenkommen. Reagieren Kollegen empfindlich auf den Luftzug, sollten Arbeitnehmer darauf Rücksicht nehmen und den Ventilator zumindest so aufstellen, dass kein anderer belästigt wird.

Außerdem fragen Arbeitnehmer zunächst besser ihren Vorgesetzten, ob das Aufstellen eines eigenen Ventilators erlaubt ist. Einen Standventilator in den Gang zu stellen, kann aus Gründen der Arbeitssicherheit verboten sein, wenn dadurch etwa Kabel eine Stolperfalle darstellen oder Fluchtwege zugestellt werden.

Auch kann es sein, dass der Chef keine Ventilatoren haben will, weil sie das Erscheinungsbild stören. Schließlich hat der Arbeitsplatz auch eine repräsentative Funktion etwa Kunden gegenüber.

Auch bei der Auswahl des Ventilators ist Umsicht angebracht: Leise sollte er sein, dezent und dem Stil der Büroeinrichtung entsprechend. "Wer in einer kreativen Branche arbeitet, wird eher mit einem unschön gestalteten Gerät negativ auffallen. In einem konservativem Umfeld erntet ein Billiggerät aus dem Discounter möglicherweise missliebige Blicke", erläutert Lüdemann. Und wer regelmäßig Kunden in seinem Büro empfängt, solle überlegen, ob ein Ventilator nicht für zu viel störende Unruhe sorgt.

dpa


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