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Tipps und Tricks: So bewerbe ich mich richtig

Der Weg in den Beruf beginnt immer mit der Bewerbung. Um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, sollten Schulabgänger besonderen Wert auf die Bewerbungsunterlagen und das -gespräch legen.
Seriöse Bewerbungsunterlagen sind die erste Möglichkei, bei den Personalern einen guten Eindruck zu hinterlassen. Foto: Sophie Mono

Seriöse Bewerbungsunterlagen sind die erste Möglichkei, bei den Personalern einen guten Eindruck zu hinterlassen. Foto: Sophie Mono

Nürnberg. Folgende Tipps helfen dabei.

 

Bei der Bewerbung:

 

- Checkliste beachten: Um einen Ausbildungsplatz zu bekommen, brauchen Jugendliche fehlerfreie Bewerbungsunterlagen. Wollen Eltern ihre Kinder dabei unterstützen und die Dokumente überprüfen, sind sie manchmal selbst unsicher, worauf zu achten ist. Eine Checkliste der

Bundesarbeitsagentur erläutert, welche Punkte besonders wichtig sind. Dort wird etwa genannt: Ist das Anschreiben kurz und prägnant verfasst? Haben Anschreiben und Lebenslauf das gleiche Datum und sind unterschrieben? Zusätzlich können sich Eltern mit ihrem Nachwuchs an die Berufsberater der Arbeitsagenturen wenden. Auch sie helfen, Fehler in Bewerbungen zu finden.

 

- Zweifelhaftes im Lebenslauf weglassen: Haben Jobsuchende das Studienfach gewechselt, lassen sie das im Lebenslauf am besten weg. Das gilt zumindest dann, wenn es bis zum Abbruch nur wenige Semester waren. Darauf weist der Karriereberater Jürgen Hesse aus Berlin hin. Auf viele Personaler mache ein Abbruch einen schlechten Eindruck. Besser sei dann, den Studienzeitraum zusammenzufassen und nur das letzte Fach zu nennen. Etwas anderes gilt, wenn Schulabgänger das erste Studienfach nur gewählt haben, weil sie für das Wunschstudienfach keine Zulassung bekommen haben - etwa in Medizin. Haben sie dann zunächst etwas anderes studiert, könnten sie das bei der Bewerbung ruhig angeben. Diese Entscheidung könne jeder Personaler nachvollziehen.

- Richtig adressieren: Verschicken Bewerber ihre Unterlagen per E-Mail, sollten sie diese nicht an anonyme Firmenadressen verschicken. Wer sie etwa an "info@unternehmen.de" schickt, hat meist schon verloren, erklärt der Karriereberater Jürgen Hesse aus Berlin. Auch wenn es aufwendig ist: Jobsuchende sollten sich die Mühe machen und vorher mit einem Anruf herausfinden, wer der richtige Ansprechpartner ist. Sie selbst legen sich am besten eine neutral klingende E-Mail-Adresse zu, die Vor- und Nachnamen enthält, nicht aber Spitznamen. Letzteres wirkt unseriös.

 

Vor dem Vorstellungsgespräch:

 

- Auf typische Fragen vorbereiten: Wie sind Sie auf unseren Betrieb gekommen? Was machen Sie in Ihrer Freizeit, und wofür interessieren Sie sich? Manche Fragen stellen Personaler im Vorstellungsgespräch immer wieder. Gut ist, wenn angehende Praktikanten und Auszubildende sich im Vorfeld überlegen, wie sie diese Fragen beantworten wollen. Dann sind sie im Gespräch entspannter, weil sie schon wissen, was auf sie zukommt. Darauf weist der Westdeutsche Handwerkskammertag hin. Welche Fragen typisch sind, können Jugendliche in einem Fragebogen nachlesen.

Zum Schluss des Vorstellungsgesprächs will der Personaler häufig wissen, ob Jugendliche selbst Fragen haben. Mancher vergisst nun vor Aufregung, sich wichtige Informationen zu besorgen. Dazu gehört zum Beispiel, ob am Arbeitsplatz eine bestimmte Kleidung erwartet wird oder worauf sich die Schweigepflicht erstreckt. Welche Fragen Jugendliche vor Praktikums- oder Ausbildungsantritt klären sollen, können sie in einem

Arbeitsblatt nachlesen.

 

 

Während des Vorstellungsgesprächs:

 

- Störgeräusche bei Video-Bewerbungen vermeiden: Rascheln mit Papier oder Klicken mit dem Kugelschreiber - solche Geräusche können im Vorstellungsgespräch per Video extrem stören. Die Mikrofone übertragen sie, und der Empfänger hört sie unter Umständen sehr laut. Bewerbern fallen sie jedoch kaum auf. Wichtig ist deshalb, in dieser Hinsicht sensibel zu sein und Nebengeräusche so weit wie möglich zu vermeiden. Das berichtet die Zeitschrift "Personalmagazin" . Nerven können zum Beispiel auch vibrierende Smartphones oder klirrende Gläser, die abgestellt werden - auch hier sollten Bewerber aufmerksam sein.

- Gehaltsspanne benennen: "Was für ein Gehalt haben Sie sich vorgestellt?" Diese Frage zu beantworten, fällt Berufseinsteigern häufig schwer. Viele wissen nicht, was in der Branche angemessen ist. Eine Gehaltsspanne sollten sie aber mindestens angeben können, berichtet die Zeitschrift "Job Spiegel". Erste Hinweise zum Gehalt können Datenbanken, Gehaltsvergleiche oder Angaben von Verbänden im Netz geben. Zusätzlich sollten Anfänger bestehende Kontakte ins Unternehmen oder zu Angestellten in der gleichen Branche nutzen. Wer Praktika in ähnlichen Bereichen gemacht hat, kann den alten Chef oder Ex-Kollegen um Rat bitten.

dpa


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