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Arbeit

Surfen in sozialen Netzwerken während der Arbeitszeit

Kurz bei Facebook oder Xing vorbeischauen: Viele Arbeitnehmer machen das in ihrer Arbeitszeit und denken sich dabei nichts. Doch Vorsicht! Wer es damit übertreibt, handelt sich schnell Ärger ein.
Ob die Nutzung von Facebook und Co. im Job verboten ist, hängt vom Unternehmen ab.

Ob die Nutzung von Facebook und Co. im Job verboten ist, hängt vom Unternehmen ab.

© Kai Remmers

München. Bevor Arbeitnehmer im Job ihre privaten Accounts in sozialen Netzwerken nutzen, sollten sie das mit dem Chef klären. Ist das Surfen im Netz zu privaten Zwecken bei der Arbeit generell untersagt und Mitarbeiter besuchen Facebook, Xing und Co, kann ihnen eine Abmahnung oder sogar schlimmstenfalls eine Kündigung drohen. Darauf weist Jens Günther hin, Rechtsanwalt und Experte für Arbeitsrechtsfragen in München.

Bevor sich Arbeitnehmer regelmäßig am Arbeitsplatz zum Beispiel bei Facebook oder Twitter einloggen, sollten sie sich deshalb beim Betriebsrat oder beim Arbeitgeber erkundigen, ob es bestehende Regelungen dafür gibt. Gibt es keine, ist im Zweifelsfall davon auszugehen, dass die Nutzung des Internets zu privaten Zwecken im Job untersagt ist.

Ist die Nutzung des Internets zu privaten Zwecken erlaubt, sollten Mitarbeiter es damit trotzdem nicht übertreiben. Wer während der Arbeitszeit stundenlang auf seinem Facebook-Profil surft, muss mit Ärger rechnen, erläutert Günther. Um ihn zu vermeiden, sei es am besten, das ausschließlich in den Pausen zu machen.

Manche Arbeitgeber wollen umgekehrt inzwischen gerne, dass ihre Arbeitnehmer in sozialen Netzwerken aktiv sind. Das gilt zum Beispiel für Personaler, für Fachkräfte im Marketing oder in der Medien- und PR-Branche. Hier fragt sich mancher: Kann der Chef mich eigentlich verpflichten, bei Facebook und Co einen privaten Account einzurichten und zu nutzen? Doch das geht nicht, sagt Günther. Der Arbeitgeber könne nur verlangen, dass Mitarbeiter im Rahmen ihrer Arbeit einen Firmen-Account in sozialen Netzwerken pflegen.

Laut einem Bericht der "Financial Times" will Facebook ein Angebot für die interne Kommunikation in Unternehmen machen. Mit "Facebook at Work" sollen sich Mitarbeiter untereinander austauschen und gemeinsam an Dokumenten arbeiten können.

dpa


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