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Jeder achte junge Erwachsene fürs Erwerbsleben kaum gerüstet

Bildung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Berufsleben. Doch in Deutschland gibt es viele junge Erwachsene, die für die Arbeitswelt nicht ausreichend qualifiziert sind. Für sie steigt das Armutsrisiko. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der OECD.
Wer weder Abitur noch eine abgeschlossene Berufsausbildung aufweisen kann, hat es schwer, ins Erwerbsleben zu kommen. Foto: Hendrik Schmidt

Wer weder Abitur noch eine abgeschlossene Berufsausbildung aufweisen kann, hat es schwer, ins Erwerbsleben zu kommen. Foto: Hendrik Schmidt

Berlin. Trotz eines als vorbildlich geltenden Systems der Berufsausbildung startet in Deutschland immer noch etwa jeder achte junge Erwachsene mit nur geringen Qualifikationen ins Erwerbsleben.

Rund 13 Prozent der 25- bis 34-Jährigen verfügen weder über eine abgeschlossene Lehre oder das Abitur, wie aus einer

Untersuchung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervorgeht.

Damit sieht es in Deutschland zwar etwas besser aus als im OECD-Schnitt (2015: 15 Prozent). Gleichwohl liege der Anteil gering qualifizierter junger Menschen in vielen OECD-Ländern, darunter auch Österreich und die Schweiz, teils viel niedriger, heißt es in der Studie "Gesellschaft auf einen Blick 2016".

Junge Geringqualifizierte sind insgesamt seltener erwerbstätig als ihre Altersgenossen, die mindestens eine Berufsausbildung abgeschlossen haben - besonders auffällig bei Frauen. "Entsprechend sind gering qualifizierte 25- bis 34-Jährige auch öfter von Armut betroffen als die Vergleichsgruppe mit Berufsabschluss oder Abitur", stellt die OECD-Studie fest.

Zum Thema Bildungsgerechtigkeit heißt es dort: Junge Menschen, deren beide Elternteile nicht erwerbstätig sind oder über nur geringe Qualifikationen verfügen, tragen ein erhöhtes Risiko, selbst keinen Berufsabschluss zu erwerben. Das gelte auch für junge Menschen mit Migrationshintergrund - allerdings sei der Abstand hier in Deutschland geringer als in den meisten anderen OECD-Ländern.

dpa


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