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Bildung

Große Einkommenskluft zwischen Akademikern und Facharbeitern

In Deutschland ist der Bildungserfolg junger Menschen nach wie vor eng an ihre soziale Herkunft gekoppelt. Auch der Unterschied bei den Einkommen fällt hierzulande zwischen Akademikern und Facharbeitern besonders drastisch aus.
Die Einkommenskluft zwischen Akademikern und ausschließlich beruflich ausgebildeten Fachkräften ist in den vergangenen Jahren weltweit erheblich gewachsen - besonders drastisch in Deutschland.

Die Einkommenskluft zwischen Akademikern und ausschließlich beruflich ausgebildeten Fachkräften ist in den vergangenen Jahren weltweit erheblich gewachsen - besonders drastisch in Deutschland.

© Arno Burgi

Berlin. Die Einkommenskluft zwischen Akademikern und ausschließlich beruflich ausgebildeten Fachkräften ist in den vergangenen Jahren weltweit gewachsen - besonders drastisch aber in Deutschland. Dies geht aus dem am Dienstag (9. September) in Berlin veröffentlichten

OECD-Bildungsbericht 2014 hervor. Verglichen werden darin die Bildungssysteme der 30 wichtigsten Industriestaaten sowie einiger Partnerländer mit Blick auf den wachsenden Fachkräftebedarf der Wirtschaft.

 

Akademiker in Deutschland verdienen laut Bericht im Schnitt 74 Prozent mehr als Erwerbstätige, die weder zur Universität noch zur Fachhochschule gegangen sind oder einen Meisterkurs besucht haben. Im Jahr 2000 lag der Akademiker-Vorsprung beim Einkommen in Deutschland erst bei 45 Prozent. Im Schnitt der anderen Industrienationen beträgt der Lohnvorteil von Studierten 59 Prozent.

So viele junge Leute wie nie zuvor streben derzeit in Deutschland einen Hochschulabschluss an. Dies wird von den Bildungsexperten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) auch als besonders positiv herausgestellt. Gleichwohl wachse in Deutschland der Anteil der Hochgebildeten mit akademischem Abschluss so langsam wie in kaum einem anderen Industriestaat. Während in Deutschland inzwischen 28 Prozent der 25- bis 64-Jährigen über einen Studienabschluss verfügen, sind dies im OECD-Schnitt 33 Prozent.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) hielt dagegen, dass in Deutschland den jungen Menschen mit dem Studium wie der beruflichen Bildung "zwei gleichwertige Alternativen zu Verfügung stehen". Beide böten optimale Möglichkeiten für die berufliche Zukunft.

Die OECD verweist allerdings darauf, dass in Deutschland der Bildungserfolg eines jungen Menschen nach wie vor eng an seine soziale Herkunft gekoppelt ist, so stark wie in kaum einem anderen Industriestaat. Gerade für Schüler aus ärmeren Familien bleibe das Versprechen "Aufstieg durch Bildung" häufig in weiter Ferne, kritisierte der Leiter des Berliner OECD-Center, Heino von Meyer.

Der OECD-Bericht macht erneut deutlich, dass eine qualifizierte Bildung der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit ist, selbst in Krisenländern wie Spanien und Griechenland. Weltweit ist danach in den vergangenen Jahren vor allem die Arbeitslosigkeit von Geringqualifizierten gewachsen. In Deutschland hingegen sind die Erwerbslosenquoten für alle Bildungsstufen zurückgegangen. Mit 12,8 Prozent sind aber noch immer weit mehr Menschen mit geringer Qualifikation ohne Job als in höheren Bildungsstufen. Bei Personen mit Abitur oder Lehre liegt die Arbeitslosenquote bei 5,3 Prozent, bei Akademikern bei 2,4 Prozent.

Die OECD-Autoren beklagen zudem "eine geringe Bildungsmobilität" zwischen den sozialen Schichten in der deutschen Gesellschaft. 58 Prozent der Erwachsenen erreichen den gleichen formalen Bildungsstand wie ihre Eltern. 24 Prozent sind besser ausgebildet. 18 Prozent fallen hingegen hinter die Qualifikationen ihrer Eltern zurück. Das Bundesbildungsministerium bezeichnet diese Zahlen als "nur sehr eingeschränkt" verwertbar. Wenn ein Akademikerkind eine praktische Berufsausbildung vorziehe, könne dies nicht als Abstieg bezeichnet werden.

dpa


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