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Gesundheitsreport: Eltern seltener krankgemeldet

Kinder zu haben, kann sich positiv auf die Gesundheit auswirken. Das legen Zahlen nahe, die die Techniker Krankenkasse ausgewertet hat. Demnach sind Mütter und Väter seltener krankgeschrieben als kinderlose Arbeitnehmer.
Laut dem TK Gesundheitsreport waren Beschäftigte mit familienversicherten Kindern 2015 weniger krankgemeldet als Kinderlose.

Laut dem TK Gesundheitsreport waren Beschäftigte mit familienversicherten Kindern 2015 weniger krankgemeldet als Kinderlose.

© Arno Burgi

Berlin. Arbeitnehmer mit Kindern sind nach einer Untersuchung der Techniker Krankenkasse (TK) seltener krankgeschrieben als Kinderlose und bekommen auch weniger Medikamente verschrieben.

Im vergangenen Jahr waren Beschäftigte mit familienversicherten Kindern statistisch gesehen 2,3 Tage weniger krankgemeldet, wie aus dem

Gesundheitsreport hervorgeht. Darin heißt es: "Kinder sind gut für die Gesundheit."

Im Durchschnitt waren die bei der TK versicherten Beschäftigten im vergangenen Jahr 15,4 Tage krankgeschrieben. Diejenigen mit familienversicherten Kindern fehlten mit 14,3 Tagen einen guten Tag weniger, die ohne Kinder lagen mit 16,5 Tagen gut einen Tag über dem Schnitt. "Auffällig ist allerdings, dass sich dieser Trend erst ab dem 40. Lebensjahr abzeichnet", schreibt die TK. "In den jüngeren Jahrgängen liegen die Fehlzeiten bei Eltern noch höher, ab 40 dreht sich das Verhältnis um, und sie sind weniger arbeitsunfähig."

Über alle Altersgruppen zeigt sich laut TK, dass Väter und Mütter mit familienversicherten Kindern weniger Psychopharmaka verschrieben bekommen als Erwerbspersonen ohne. Bei Männern betrage die Differenz drei, bei Frauen sogar fast sieben Tagesdosen.

Es sei wichtig zu zeigen, "dass Familie auch eine Ressource ist, die positiv auf Gesundheit wirkt", sagte TK-Vorstandschef

Jens Baas. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verdiene einen größeren Stellenwert in Betrieben und Krankenkassen, sagte er mit Blick auf die "Sandwichgeneration" zwischen 30 und 44 Jahren. Diese ist doppelt belastet von Familie und Beruf. Bei vielen Beschäftigten gibt es auch eine Dreifachbelastung, wenn sie zugleich ihre Eltern pflegen.

dpa


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