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Arbeit

Die Hitmacher: Job in der Popmusik

Talentscout, PR-Agent, Musikproduzent oder doch als Künstler auf der Bühne stehen? Die Popmusikbranche ist ein beliebtes Berufsfeld mit vielfältigen Möglichkeiten. Gradlinige Karrieren gibt es aber kaum.
Prof. Hubert Wandjo ist Businessdirektor und Geschäftsführer der Popakademie Baden-Württemberg. Foto: Popakademie Baden-Württemberg

Prof. Hubert Wandjo ist Businessdirektor und Geschäftsführer der Popakademie Baden-Württemberg. Foto: Popakademie Baden-Württemberg

Hamburg. Viele Teenager träumen davon, einmal als Popstar auf der Bühne zu stehen. Doch welche Berufe gibt es im Bereich Popmusik überhaupt? Und wie kommt man zu seinem Traumjob? Vier Experten aus der Branche geben Tipps.

Der Künstler: Viele Musiker, DJs und Sänger träumen davon, mit ihrem Talent eine erfolgreiche Künstlerkarriere zu starten. Das ist ein langjähriger Prozess, bei dem Durchhaltevermögen und Ehrgeiz gefragt sind. "Auch wenn man talentiert ist, braucht man ein gutes Fundament", sagt Italodisco-Künstlerin Nea. Die Sängerin hat etwa sechs Jahre lang Gesangsunterricht genommen, sammelte in Tanzbands Erfahrung und lernt gerade Gitarre spielen. Am Anfang braucht es erst einmal Songs, die man als Künstler präsentieren kann. Wichtig ist auch, Kontakte in die Musikbranche zu knüpfen und zu pflegen. Musikhochschulen bieten außerdem Bachelorstudiengänge mit Schwerpunkten wie Sologesang, Popmusik und Komposition an.

Der Talentscout: Der Talentscout, auch bekannt als A&R Manager, akquiriert, entdeckt und fördert neue Künstler. A&R steht für Artists and Repertoire, zu deutsch "Künstler und Inhalte." Das Ziel ist es, neue Talente zu finden und sie für Plattenfirmen, Künstleragenturen oder Verlage unter Vertrag zu nehmen. "Dieser Job ist ein großes Netzwerkgeschäft", sagt Hubert Wandjo, der auf 20 Jahre Erfahrung in der Branche zurückblickt und heute Businessdirektor und Geschäftsführer der

Popakademie Baden-Württemberg ist. Eine gradlinige Ausbildung gibt es für diesen Job nicht. Vielmehr brauche man eine große Leidenschaft für Musik und Künstler, durchdringende Kenntnis ihrer relevanten Szenen, die Fähigkeit, zukünftige Trends zu erkennen, Empathie und ein Verständnis für die jeweiligen wirtschaftlichen Zusammenhänge, erklärt er. An Hochschulen, die Studiengänge im musikwirtschaftlichen Bereich anbieten, gibt es oft Wahlfächer wie Künstlerentwicklung.

Der Presseagent: Der PR-Agent - entweder bei einer Plattenfirma oder einer PR-Agentur - kümmert sich um die Beziehung des Künstlers zur Öffentlichkeit. "Es geht darum, einen Musiker zu pushen, medial zu präsentieren und ein Image zu kreieren", erklärt Holger Ballwanz, der eine Agentur mit Fokus auf die Musikbranche leitet. Ein PR-Agent bearbeitet Presseanfragen und kümmert sich um den Social-Media-Auftritt. Wer Presseagent werden möchte, muss belastbar, sprachgewandt und multitaskingfähig sein. "Es kommt darauf an, dass man gut mit den Medien und in der Branche vernetzt ist und sich mit dem Künstler identifizieren kann", sagt Ballwanz. Den Grundstein für diese Karriere legt man am besten mit einem Studium oder einer Ausbildung im Bereich der Kommunikationswissenschaften oder PR.

Der Musikproduzent: Der Produzent ist Teil des Entwicklungsprozesses eines Musikstücks. Er nimmt die Songs im Studio auf, mixt und optimiert sie, erklärt Oliver Pinelli, selbstständiger Musikproduzent. "Es gibt Produzenten, die verstehen sich eher als Dienstleister, ich zum Beispiel habe einen eigenen künstlerischen Kopf", sagt der 48-Jährige. Musikproduzenten arbeiten oft als Freelancer, doch auch große Plattenfirmen stellen Produzenten an. Wer diese Karriere anstrebt, sollte unbedingt dafür sorgen, dass er im kleinen Rahmen ein leistbares Equipment hat, rät Pinelli. Wichtig ist, die gängigen Musikproduktionsprogramme zu kennen. Im Internet gibt es sehr gute Tutorials. Auch eine tontechnische Ausbildung, zum Beispiel ein Studium zum Tonmeister oder eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton sind gute Grundlagen.

dpa


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