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Betriebe setzen bei Suche nach Lehrlingen auf "Vitamin B"

Für Betriebe ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt angespannt. Bei der Suche nach Auszubildenden setzen sie immer noch stark auf die Arbeitsagentur. Betriebspraktika und die eigene Belegschaft helfen aber auch nach.
Viele Ausbildungsplätze bleiben leer - auch wenn so mancher Betrieb auf unmittelbare und persönliche Wege setzt, um passende Lehrlinge zu finden.

Viele Ausbildungsplätze bleiben leer - auch wenn so mancher Betrieb auf unmittelbare und persönliche Wege setzt, um passende Lehrlinge zu finden.

© Martin Schutt

Bonn. Viele Betriebe (71 Prozent) setzen bei der Suche nach Auszubildenden auf ehemalige Betriebspraktikanten. Das berichtet das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) in seinem aktuellen Report (Ausgabe 3/2014). Diese Praktika haben die potenziellen Bewerber während der Schulzeit im Betrieb absolviert. Zwar gehen 71 Prozent der befragten Firmen zusätzlich ganz traditionell über die örtliche Arbeitsagentur. Unmittelbare und persönliche Wege, passende Mitarbeiter zu finden, scheinen jedoch beliebt. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) informiert gezielt die eigene Belegschaft über freie Ausbildungsstellen und hofft so, potenzielle Bewerber zu gewinnen.

Indirekte Wege wie Stellenanzeigen in Zeitungen oder Online-Stellenbörsen nutzen 41 Prozent der befragten Betriebe. Vorwiegend große Firmen mit mehr als 200 Mitarbeitern gehen diesen Weg bei der Suche nach Azubis. 40 Prozent veröffentlichen die Stellenanzeigen auf der Betriebswebseite oder in sozialen Netzwerken. Vor allem wer Bewerber mit Hochschulreife sucht, geht über diese Plattformen (55 Prozent). Am wenigsten (20 Prozent) nutzen Betriebe die Einstiegsqualifizierung. Das ist ein betriebliches Praktikum für Schulabgänger, bei dem der Arbeitgeber von der Arbeitsagentur einen Zuschuss für Entgelt und Versicherung des Jugendlichen erhält.

Im Schnitt verwenden Betriebe vier verschiedene Instrumente, um Auszubildende zu finden. Firmen, die sechs und mehr Lehrstellen zu besetzen haben, nutzen durchschnittlich sogar sechs verschiedene Instrumente.

Laut des BIBB-Reports haben sich die Bedingungen auf dem Ausbildungsmarkt für Betriebe in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert. Der Anteil der unbesetzten Ausbildungsplätze hat sich im Vergleich zum Angebot erhöht. Für die repräsentative Studie wurden 2000 Betriebe aus Deutschland befragt.

dpa


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