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Aufstieg ins Management: MBA kann Türöffner sein

Der Master of Business Administration (MBA) öffnet die Tür zum Management. Besonders interessant ist er für jene, die kein wirtschaftswissenschaftliches Fach studiert haben.
Noch einmal Bücher wälzen: Diese Chance bietet ein MBA Berufstätigen. Wer bei den anspruchsvollen Programmen mitmacht, gewinnt nicht nur persönlich - im besten Fall lohnt es sich auch für die Karriere.

Noch einmal Bücher wälzen: Diese Chance bietet ein MBA Berufstätigen. Wer bei den anspruchsvollen Programmen mitmacht, gewinnt nicht nur persönlich - im besten Fall lohnt es sich auch für die Karriere.

© Monique Wüstenhagen

Düsseldorf. Die Wege zum MBA sind vielfältig - und müssen nicht teuer sein.

Mediziner tun es, Ingenieure und Juristen auch. Gelegentlich sogar Sozial- und Geisteswissenschaftler. Sie gehen nach einigen Jahren im Job noch mal an die Hochschule, um einen Master of Business Administration (MBA) zu machen. Dort befassen sie sich mit dem Thema Management in den unterschiedlichsten Facetten - und doch geht es in der Regel um noch mehr.

Ayca Tunc hat nach ihrem Bachelorstudium in einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gearbeitet. Nach drei Jahren wollte sie sich weiterentwickeln. "Ich wollte ein Studienprogramm wählen, das meine Berufserfahrung wertschätzt und mich mit Kommilitonen aus unterschiedlichsten Ländern und Industrien zusammenbringt", erzählt sie. Sie entschied sich für einen MBA an der WHU -

Otto Beisheim School of Management auf dem Campus in Düsseldorf.

 

So wie Ayca Tunc ergeht es vielen Hochschulabsolventen, die ein paar Jahre in ihrem Job gearbeitet und zum Teil bereits Erfahrung im Management haben. "Sie wollen sich weiterentwickeln und sich auf ein Thema spezialisieren", erklärt Sörge Drosten, Partner bei der Unternehmensberatung Kienbaum in Düsseldorf. In diesen Fällen bietet sich ein MBA an.

In der Regel gibt es für Berufstätige zwei Möglichkeiten, wenn sie sich für ein MBA-Programm entscheiden: Man kann in Vollzeit oder neben der Arbeit studieren oder einen sogenannten Executive MBA (EMBA) machen. Letzteres ist ein Programm, das parallel zum Job läuft. Doch der Zeitaufwand ist nicht der einzige Unterschied: "Das Executive MBA-Programm richtet sich an erfahrene Manager", erläutert Stefanie Zimmermann. Sie ist MBA-Expertin beim Staufenbiel Institut in Köln. "Bei der Bewerbung um einen Studienplatz sollten Kandidaten etwa fünf Jahre Berufserfahrung haben, zudem meist Erfahrungen im Management." Bei MBA-Programmen reichen dagegen zwei bis drei Jahre Berufserfahrung aus.

Netzwerke zu knüpfen, sei ein wesentlicher Teil des zweiten Studiums, beobachtet Drosten von Kienbaum. Allerdings müsse sich jeder im Vorfeld überlegen, was er von seinem MBA-Programm erwartet. Nicht jeder wolle in die Weltspitze der Wirtschaft vorstoßen. Mitunter sei die Entscheidung für einen spezialisierten MBA an einer kleineren Hochschule die richtige.

Den richtigen Zeitpunkt für ein MBA-Studium gibt es nicht: Viele sind für den nächsten Karriereschritt bereit und wollen ihr Wissen, ihre Fähigkeiten und ihr Netzwerk erweitern, erläutert Prof. Claudia Peus. Sie ist Vice Dean Executive Education der

TUM School of Management, der Business School der Technischen Universität München.

 

Im besten Fall bringt der MBA das, was sich die Studenten zum Ziel gesetzt haben: Verbesserte Karriereperspektiven, internationale Einsatzmöglichkeiten, erweiterte Fachkompetenzen und ein starkes Netzwerk. "Nicht zu vergessen: ein besseres Gehalt", ergänzt Zimmermann. Der MBA sei aber keine Garantie für einen Gehaltssprung oder den Aufstieg in die Beletage des Managements.

Für Ayca Tunc hat sich das Studium jedenfalls gelohnt: Sie ist bei einer internationalen Unternehmensberatung eingestiegen, bei der sie ohne MBA den Einstieg vermutlich nicht geschafft hätte.

 

dpa


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