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Arbeiten von zu Hause: So erkennen Nutzer unseriöse Angebote

Es klingt verlockend: von zu Hause aus scheinbar mühelos ein paar Euro dazuverdienen. Doch Vorsicht: Manches Angebot entpuppt sich als Nepp, mit anderen macht man sich sogar strafbar. Und das große Geld winkt in der Regel auch nicht.
Wer von zu Hause etwas dazu verdienen will, sollte sich die Anbieter der Nebenjobs genau anschauen. Längst nicht alle sind seriös.

Wer von zu Hause etwas dazu verdienen will, sollte sich die Anbieter der Nebenjobs genau anschauen. Längst nicht alle sind seriös.

© Monique Wüstenhagen

Nürnberg. An Online-Umfragen teilnehmen oder Datensätze einlesen: Angeblich lassen sich so von zu Hause aus ohne Vorkenntnisse ein paar Euro per Mausklick dazuverdienen. Das klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Doch wie funktioniert das genau? Einige wichtige Fragen und Antworten zum Thema.

Welche Möglichkeiten gibt es, von zu Hause aus Geld zu verdienen?

Eine Möglichkeit ist zum Beispiel, an Online-Umfragen teilzunehmen. Man gibt seine Meinung in einem Fragebogen für die Marktforschung ab und kassiert dafür ein paar Cent oder sogar Euro. Möglich ist auch, Produkte zu testen, Webseiten auf ihre Nutzbarkeit hin zu prüfen, Daten zu erfassen, Adresslisten zu pflegen und vieles mehr.

Von welchen Angeboten sollte man die Finger lassen?

Es gibt in dem Bereich immer wieder

unseriöse Anbieter. Die Alarmglocken sollten sofort angehen, wenn ein Nebenjob wahnsinnig lukrativ erscheint, sagt Julia Rehberg, Juristin bei der Verbraucherzentrale Hamburg. "Bei einer sehr einfachen Tätigkeit kann man einfach nicht ein paar Tausend Euro im Monat verdienen", warnt sie. Gleichzeitig sollten Jobsuchende Angebote sofort aussortieren, bei denen sie in Vorkasse gehen müssen.

Was ist noch gefährlich?

Auf keinen Fall sollten Verbraucher ihr Bankkonto zur Verfügung stellen. Manche Jobs bestehen daraus, Geld zu überweisen. Man erhält zum Beispiel 5000 Euro auf sein Konto - und soll dann 4500 auf ein anderes Konto transferieren. Den Differenzbetrag dürfen Nutzer behalten. "Das hört sich zunächst toll an, doch dahinter steckt Geldwäsche", sagt Rehberg.

Wie erkennt man seriöse Anbieter?

Es sollte auf jeden Fall auf der Webseite ein Impressum angegeben sein, erklärt Jürgen Wursthorn von der Bundesarbeitsagentur. Außerdem ist es wichtig, dass klar beschrieben ist, wie die Aufgabe aussieht und was der Umfang ist.

Wie funktionieren Nebenverdienste über das Smartphone, also

 

Crowdworking

 

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Über Apps wie

Workhub,

Streetspotr,

Clickworker oder

Testbirds können Nutzer Micro-Jobs annehmen. Hier verdienen User Cent- oder kleinere Euro-Beträge, indem sie etwa die Speisekarte eines Restaurants fotografieren. Weltweit gibt es mittlerweile 2300 solcher Plattformen, rund 65 existieren in Deutschland, sagt Thomas Klebe, Leiter des Hugo Sinzheimer Instituts für Arbeitsrecht.

Was verdienen Nutzer?

Der Stundenlohn beim Crowdworking ist häufig sehr gering, sagt Klebe. In der Regel ist es nicht mehr als ein Zuverdienst, leben kann man von den Beträgen nicht. Wer sich dafür interessiert, sollte sich genau anschauen, was man mit einem Job verdient, und ob sich der Zeitaufwand dafür rechnet.

Was müssen Mitarbeiter beachten, die von zu Hause aus arbeiten wollen?

Haben Mitarbeiter einen Job, sollten sie checken, ob sie ihren Arbeitgeber über die Aufnahme eines Nebenjobs informieren müssen, sagt Klebe. Außerdem ist das Einkommen in der Steuererklärung anzugeben. Wer arbeitslos ist und Arbeitslosengeld 1 oder 2 bezieht, darf außerdem maximal 160 Euro im Monat dazuverdienen, erklärt Wursthorn. Außerdem darf man offiziell nicht mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten, um dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen zu können.

dpa


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