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Tourismus

Panoramablick durchs Autofenster: Deutschlands Ferienstraßen

Möglichst schnell von Punkt A nach B zu kommen ist eine Art zu reisen. Viel erleben wird man dabei eher nicht. Schöner ist es, einen Gang runterzuschalten, auf eine der zahlreichen deutschen Ferienstraßen abzubiegen, und die Landschaft zu genießen.
Blick vom Türkschacht Richtung Auersberg: Die Silberstraße führt durch eine Landschaft, die vom Bergbau geprägt wurde.

Blick vom Türkschacht Richtung Auersberg: Die Silberstraße führt durch eine Landschaft, die vom Bergbau geprägt wurde.

© Tourismusverband Erzgebirge/Wolfgang Schmidt

Würzburg. Ein Roadtrip ist eine der schönsten Arten, ein Land zu erfahren. Natürlich nicht auf Autobahnen zwischen Schallschutzmauern, sondern auf aussichtsreichen Landstraßen in reizender Landschaft. Eine passende Route ist in Deutschland leicht zu finden: Reisende haben die Wahl zwischen 150 Ferienstraßen. Die meisten präsentieren eine Region oder folgen einem besonderen Thema, von Geschichte über Weinbau bis zu Märchen. Hier eine Auswahl von vier der schönsten und spannendsten Strecken.

 

Romantische Straße:Die älteste und

berühmteste Ferienstraße Deutschlands führt von Würzburg nach Füssen. Seit 1950 hat sie das Deutschlandbild von Amerikanern und später Japanern geformt. Die Fachwerkhäuser von Rothenburg ob der Tauber, die Rokoko-Pracht der Wieskirche, die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein - das ist für viele Germany. Entsprechend viele Busse folgen den braunen Schildern vom Main bis zu den Alpen. Wer die Schönheit des Taubertals, des Nördlinger Ries oder des Lechrains mit Muße betrachten will, kann auf dem 460 Kilometer langer Radfernweg D 9 fahren oder den ebenso langen Wanderweg gehen. Informationen unter Touristik Arbeitsgemeinschaft Romantische Straße, Tel.: 09851/ 55 13 87, www.romantischestrasse.de.

 

 

Deutsche Weinstraße:Weinstraßen gibt es inzwischen viele.

Das Original beginnt am Deutschen Weintor in Schweigen-Rechtenbach verläuft über 85 Kilometer durch die Hügel der Vorderpfalz bis zum Haus der Deutschen Weinstraße in Bockenheim. Unterwegs kann man sich Burgen wie das Hambacher Schloss oder die Wachtenburg anschauen. Oder bei einem der vielen Weinfeste einkehren. Von Frühling bis Herbst wird eigentlich immer irgendwo gefeiert. Wo genau, verrät ein eigener Weinfestkalender. Den berühmten Riesling oder Weiß-, Grau- und Spätburgunder aus mehr als 300 Lagen bekommen Gäste dabei im Dubbeglas serviert, einem Halbe-Liter-Humpen. Keine schlechte Idee, vorher mit Saumagen und Leberknödel eine Grundlage zu schaffen. Informationen unter Region Deutsche Weinstraße, Tel.: 01805/ 876 46 36, www.deutsche-weinstrasse.de.

 

 

Deutsche Alleenstraße:Die Ferienstraße der Superlative ist ein mehr als 2900 Kilometer langes Netz von Alleen, das sich über zehn Bundesländer spannt. Im Schatten des Laubdachs fahren Urlauber von Rügen bis zum Bodensee. Seit 2009 führt ein Seitenarm durch den Teutoburger Wald, das Münsterland und das Bergische Land. Die Arbeitsgemeinschaft gründete die

Alleenstraße nach der Wiedervereinigung, um die Bäume entlang der Strecke zu bewahren und neue zu pflanzen. Zu den sehenswerten Zwischenstopps gehören Wittenberg und die Wartburg. Informationen unter Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße, Tel.: 0228/ 945 98 30, www.alleenstrasse.com.

 

 

Vulkanstraße:Lavaströme fließen heute nicht mehr durch die Eifel, aber die Spuren der Eruptionen von einst sind noch überall zu sehen. Über 280 Kilometer folgt die

Vulkanstraße Schlackenkegeln, Kratern und Geysiren. Startpunkt ist der Laacher See, ein wassergefüllter Krater, das Überbleibsel eines gewaltigen Ausbruchs vor 13 000 Jahren. Welche Urkräfte einst in der Eifel tobten, lassen der Lava-Dome in Mendig und das Vulkanmuseum in Daun erleben - unter anderem mit einem multimedial inszenierten Ausbruch. Längere Pausen lohnen sich auch an den vielen Maaren. Die Mulden wurden einst durch explodierenden Wasserdampf gesprengt, als Magma auf Wasser traf. Aus vielen sind hübsche Seen geworden wie das Ulmener Maar, der jüngste Vulkan Deutschlands. Informationen unter Geschäftsstelle Nationaler Geopark Vulkanpark Eifel, Tel.: 02636/ 194 33, www.deutsche-vulkanstrasse.com.

 

 

Deutsche Märchenstraße:Dem Leben und den Märchen der Gebrüder Grimm folgt diese

600 Kilometer lange Route. Sie beginnt in Hanau, der Geburtsstadt der Brüder, genauer gesagt am Nationaldenkmal vor dem Neustädter Rathaus, und sie endet in Bremerhaven. Auf der Route liegen Marburg, wo die Brüder studierten, und Kassel, wo sie viele ihrer Märchen sammelten und ein Museum an ihr Werk erinnert. Im historischen Rathaus von Hessisch Lichtenau wird die Geschichte von Frau Holle erzählt, und in Hameln quietscht und trillert das mechanische Rattenfänger-Theater. Dazu wird 2014 und 2015 noch mehr inszeniert und aufgeführt als üblich. Denn vor 200 Jahren erschienen die ersten Bände der Grimmschen Märchen. Bis 13. September werden deshalb entlang der Märchenstraße Jubiläums-Vorträge, Theaterstücke, Lesungen und Konzerte gegeben. Und Mitte des kommenden Jahres eröffnet die neue Grimmwelt Kassel mit 1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Informationen unter Verein Deutsche Märchenstraße, Tel.: 0561/ 92 04 79 10, www.deutsche-maerchenstrasse.com.

 

 

Sächsisch-Böhmische Silberstraße:Im Erzgebirge mag man große Namen. "Gnade Gottes" und "Herkules-Frisch-Glück" heißen zwei der zahlreichen Schaubergwerke entlang der 275 Kilometer langen

Silberstraße. Zwischen Zwickau und Dresden führt sie zu Bergbaumuseen, Mineraliensammlungen und Lehrpfaden. Auf dem Weg liegen Bergstädte wie Schwarzenberg und Schlettau. Ein Zweig der Silberstraße führt auf die böhmische Seite des Erzgebirges, in den Wintersportort Boží Dar mit seinen Stollen und nach Ostrov, wo ein Schloss den vergangenen Reichtum erahnen lässt. Informationen unter Tourismusverband Erzgebirge, Tel.: 03733/18 80 00, www.silberstrasse.de.

 

 

Deutsche Alpenstraße:Für diese Tour wurden Cabrios erfunden: Über 450 Kilometer windet sich die

Alpenstraße an Bergen und Seen entlang, von Lindau bis Berchtesgaden. Reisende kurven durchs Allgäu, den Pfaffenwinkel und das Zugspitzland, sie können das Kloster Ettal und die Königsschlösser bei Füssen besichtigen und in Chiemsee oder Tegernsee baden. Stopps lohnen sich auch bei weniger berühmten Zielen. Zum Beispiel in Bayerns einzigem Hutmuseum in Lindenberg. Oder in Nußdorf am Inn, das wegen seiner Fassadenmalereien und von Blumen überquellenden Balkone 2004 zum schönsten Dorf Europas gewählt wurde. Informationen unter Touristikverein Deutsche Alpenstraße, Tel.: 08025/ 924 49 52, www.deutsche-alpenstrasse.de.

dpa


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