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Tourismus

Die Luft ist rein - Heilklima-Wandern im Taunus

In Königstein im Taunus gibt es ein Schnupperangebot der besonderen Art: Wandern im Heilklima. Die "Champagnerluft" ist ein Markenzeichen der Gegend. Eine Kostprobe.
Elizabeth Gabli ist Heilklima-Therapeutin - Besucher können Wanderungen unter ihrer Anleitung durch den Taunus unternehmen.

Elizabeth Gabli ist Heilklima-Therapeutin - Besucher können Wanderungen unter ihrer Anleitung durch den Taunus unternehmen.

© Elizabeth Gabli

Königstein. Kein Auto, kein Handyklingeln, kein Surren der Klimaanlage. Nur ein paar hundert Meter vom Hotel wird es ganz still. Hier im Wald hört man nur das Tröpfeln des Regens auf den Blättern der Bäume. Es riecht nach Moos und Erde, die Luft ist feucht. Champagnerluft nennen Kenner sie. Sie ist ein Markenzeichen der Gegend von Königstein im Taunus. Denn es ist ein

heilklimatischer Kurort. Und wer will, kann unter professioneller Anleitung

Heilklima-Wanderungen unternehmen.

 

Zum Beispiel mit der Heilklima-Therapeutin Elizabeth Gabli. Das Prinzip ist einfach, erklärt sie. Bewegung ist gesund. Und Wandern bei Wind und Wetter härtet ab und trainiert die Abwehrkräfte. Zurück zur Natur ist also das Motto. Moment, aber frische Luft gibt es doch überall, oder? Das schon, aber eben kein Heilklima. Hier ist die Luft besonders rein und das Klima gut für die Gesundheit, erläutert der

Deutsche Heilbäderverband.

50 Orte in Deutschland dürfen damit werben. Die Luftqualität hat der Deutsche Wetterdienst begutachtet.

 

Das Besondere in

Königstein: Hier hat 2005 der

erste Heilklimapark Deutschlands eröffnet, erklärt Dorothea Giegling, Sprecherin der Stadt. Darin gibt es ein Netz von Wegen, die speziell fürs Heilklima-Wandern vermessen und klassifiziert sind. Ähnliche Parks gibt es heute in

Tegernsee und

Bad Tölz in Bayern sowie in

Nümbrecht in Nordrhein-Westfalen.

 

Gut, dann mal los. Vom Waldrand aus geht ein gelber Weg tiefer hinein ins Luftbad. Gleich mal einen Schluck probieren, also einmal tief einatmen und schnuppern: Riecht irgendwie frisch, vielleicht ein wenig nach Kiefernzapfen und Harz. Gut, Champagner kann man nicht direkt herausschmecken. Aber wahrscheinlich ist die eigene Nase einfach nur von Abgasen und Stadtluft verdorben.

Das Tröpfeln wird stärker. Aber gut, ruhig mal etwas Regen abbekommen, das regt das Immunsystem an. Puh, das ist jetzt aber die echte Abhärtung: Der Regen pladdert nur so ins Gesicht. Der Weg wird matschig, die Füße nass. Soll das gesund sein? Wohl kaum. Also erstmal zurück ins Hotel und unter eine warme Dusche.

Nächster Tag, neuer Versuch. Heute weht eine frische Brise, die kühle Luft lässt einen kurz frösteln. Recht so, ruhig mal den Wind auf der Haut spüren. An der nächsten Ecke bricht die Sonne kurz durch die Wipfel, das ist gut fürs Vitamin D. Es geht bergauf, der Atem etwas schwerer, der Puls dafür schneller, ein paar Schweißtropfen bilden sich. Prima, da kommt mehr Heilklimaluft in die Lungen. Ob sie schon wirkt? Ein Falter flattert vorbei und überholt einen scheinbar mühelos. Frechheit!

Eine halbe Stunde später, hier ist alles zugewuchert, der Wald ganz urtypisch. An einer Stelle hat ein Sturm gewütet. Ein umgestürzter Baum liegt am Weg wie ein Mahnmal: Du solltest dringend mehr für deine Fitness tun, sonst geht es dir wie mir!

Eine Kirchenglocke dringt durch die Stille. Menschen! Zivilisation! Das ist ein Zeichen: zurück zum Hotel. Am Waldrand ein letzter Blick zurück. Noch einmal tief einatmen und die gesunde Luft aufsaugen. Hoffentlich hat sie gewirkt. Okay, Wunder darf man wohl nicht erwarten nach zwei Wanderungen im Heilklima.

Wieder im Hotel: erstmal die Badewanne einlassen. Und die Heizung aufdrehen. Heilklima, schön und gut - jetzt wird wieder die Klimaanlage angemacht. Und für heute war es genug Champagnerluft. Nun darf es lieber ein Gläschen Weißwein als Aperitif sein. Na, dann Prost! Auf die Gesundheit!

dpa


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