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Tourismus

Wie Trompeten in der Luft - Herbstzug der Kraniche beobachten

Mit ihren lauten Rufen wie aus Trompeten sind sie schon von weitem zu hören: Für Kranich-Fans steht die Hochsaison bevor - in der sie aus einem breiten Angebot an Touren und Veranstaltungen wählen können.
Ziehen im Herbst wieder über Deutschland hinweg: Kraniche.

Ziehen im Herbst wieder über Deutschland hinweg: Kraniche.

© Heinz-Sielmann-Stiftung/Ralf Donat

Berlin. Im Herbst ziehen die Kraniche wieder in großen Scharen und laut trompetend über Deutschland hinweg. Den Höhepunkt erreicht der Vogelzug im Oktober und November. Die größten Kranichsammelplätze vor dem gemeinsamen Flug ins Winterquartier liegen laut dem Naturschutzbund NABU in der Rügen-Bock-Region am vorpommerschen Bodden, an der unteren Oder, an der Mecklenburgischen Seenplatte, im Rhinluch und im Havelländischen Luch sowie in der Oberlausitz. Eine Auswahl an Orten und Aktivitäten für Touristen:

 

Kranichtag in Linum: Der Naturschutzbund

NABU bietet an mehreren Terminen ab Ende September bis November

Exkursionen im brandenburgischen Linum an. In einer kleinen Gruppe beobachten die Teilnehmer die Kraniche einen ganzen Tag lang - ab dem morgendlichen Ausflug bis zum abendlichen Einflug. Für Nicht-Mitglieder kostet der Tag 55 Euro, für Kinder bis zwölf Jahre 35 Euro.

 

 

Kranichzentrum in Groß Mohrdorf: Das Informationszentrum in Groß Mohrdorf nahe Stralsund bietet Touristen in einer

Dauerausstellung das ganze Jahr über die Möglichkeit, mehr über Kraniche zu erfahren. Der Eintritt ist frei, teilt das Zentrum mit. Zusätzlich gibt es im Herbst verschiedene Touren: Besucher können zum Beispiel für 15 Euro auf eine dreistündige Exkursion zu den Nahrungsflächen der Kraniche gehen. Oder sie beobachten für 5 Euro den abendlichen Einflug der Kraniche zum Schlafplatz an den Werder-Inseln. Begleitet werden die Teilnehmer von einem Kranich-Ranger.

 

 

Kranich-Safaris in der Lausitz: In Luckau in der Lausitz organisiert das Heinz-Sielmann-Natur-Erlebniszentrum Wanninchen

Kranich-Safaris - im September und Oktober jeden Mittwoch und Samstag. Für Besucher werden Ferngläser bereitgestellt, Mitarbeiter der Heinz-Sielmann-Stiftung begleiten die Teilnehmer. Treffpunkt ist etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang, es wird um eine Spende von 4 Euro pro Person gebeten. Ein anderes Angebot der Stiftung: Qigong zur Kranichzeit. Mit Entspannungsübungen sollen Teilnehmer die Eleganz der Kraniche nachempfinden, heißt es. Der Qigong-Nachmittag findet im Rahmen der Kranichwoche am 5. Oktober statt.

 

 

Kranichritte an der Boddenküste: Eine andere Perspektive auf die Kraniche haben Urlauber hoch zu Pferd bei Ausritten an der Boddenküste. Laut dem Tourismusverband von Mecklenburg-Vorpommern dauert der Ritt zwischen zwei und drei Stunden. Er wird von verschiedenen Anbietern in der Region Fischland-Darß-Zingst organisiert und kostet etwa 40 bis 60 Euro. Die Ausflüge gibt es als Angebot für kleine Gruppen oder individuell.

 

 

Kranich-Ticket im Müritz-Nationalpark: Mit dem Bus zu den Kranichen geht es mit dem

Kranich-Ticket. Es führt Besucher noch bis 21. Oktober täglich zum abendlichen Kranicheinflug. Die Busse fahren ab Waren in der Müritz oder Steinmole, Treffpunkt ist die Nationalpark-Information Federow und Schwarzenhof. Inklusive der Busfahrt dauert die Tour laut Nationalpark-Service rund drei Stunden und kostet 7,50 Euro für Erwachsene oder 4 Euro für Kinder zwischen 7 und 15 Jahren.

 

 

Kranichwoche im Internationalpark Unteres Odertal: Eine ganze Woche lang gehen Urlauber im deutsch-polnischen Grenzgebiet bei Gartz an der Oder den

Kranichen auf die Spur. Vom 27. September bis 5. Oktober dreht sich dort bei verschiedenen Veranstaltungen alles um die großen Zugvögel - zum Beispiel auf Paddel- und Bootstouren. Das teilt das brandenburgische Ministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz mit. Die Kranichwoche ist ein deutsch-polnisches Gemeinschaftsprojekt mit Events in beiden Ländern.

dpa


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