Navigation:
Ticket-Shop Anzeigen- und Abo-Service

Tourismus

Vorsicht vor falschen Taxis! Diese Regeln sollte man kennen

Immer wieder geraten Reisende im Ausland an falsche Taxifahrer. Sie werden abgezockt, beraubt oder sexuell belästigt. Gerade in Schwellen- und Entwicklungsländern besteht diese Gefahr. Doch mit diesen Verhaltensregeln lässt sie sich vermeiden.
In Städten mit eher unsicherem Nahverkehr, etwa Johannesburg, kann der Fahrdienst Uber eine Alternative zum Taxi sein. Der Fahrdienst kann per App gebucht werden. Foto: Uber

In Städten mit eher unsicherem Nahverkehr, etwa Johannesburg, kann der Fahrdienst Uber eine Alternative zum Taxi sein. Der Fahrdienst kann per App gebucht werden. Foto: Uber

Berlin. Als die Rezeptionistin über ihr Privathandy den angeblichen Taxifahrer anrief, hätte Kundri Böhmer-Bauer skeptisch werden können. Als im Wagen auf der Rückbank noch ein zweiter Mann saß, hätten spätestens alle Alarmglocken läuten müssen.

Die erfahrene Reisende ignorierte an diesem Tag die Warnzeichen. Die Fahrt durch die tansanische Metropole Daressalam endete bei einem Friedhof, wo weitere Männer warteten: bewaffnete Räuber. Böhmer-Bauer wurde das Opfer einer Express-Entführung. Die Frau vom Hotel, der angebliche Taxifahrer und die anderen Männer steckten unter einer Decke. "Einer von ihnen sagte zu mir: "Wenn du nicht kooperierst, töten wir dich"", erzählt

Böhmer-Bauer. Also gab sie alles Bare und ihr Smartphone heraus. Und sie musste weiteres Geld mit ihrer Bankkarte am Automaten abheben.

"Ich hätte nie gedacht, dass mir das passiert", sagt Böhmer-Bauer. Die interkulturelle Expertin hat lange für einen Reiseveranstalter gearbeitet und bietet heute Sicherheitstrainings für Aufenthalte in Krisenregionen an. Sie kennt die halbe Welt. Und doch ging sie den Räubern in die Falle - weil sie ihr eigentlich bekannte Verhaltensregeln außer Acht ließ.

Das Auswärtige Amt in Berlin weist in seinen Sicherheitshinweisen für viele Länder auf das Risiko von Taxifahrten hin. Nicht immer geht es gleich um Raub. Auch ein völlig überteuerter Fahrpreis kann die Urlaubsfreude vermiesen. Diese Risiken lassen sich mit ein paar Sicherheitsregeln deutlich mindern:

Nur lizenzierte Taxis nehmen: Die Lizenz befindet sich meist vorne im Wagen mit Passbild am Spiegel oder hinter der Scheibe. Die Papiere sehen natürlich in jedem Land anders aus und können ebenfalls falsch sein. Deshalb rät Kundri Böhmer-Bauer, sich vor der Reise oder in der ersten Unterkunft darüber zu informieren, welche Taxiunternehmen lizenziert sind und wie die Lizenzen aussehen.

Taxi durch vertrauenswürdige Unterkunft rufen lassen: Die meisten seriösen Hotels und Hostels arbeiten mit anerkannten Taxiunternehmen oder persönlich bekannten Fahrern zusammen.

Nicht ansprechen lassen: "Niemals sollte man sich dann von einem Taxifahrer aussuchen lassen", rät Böhmer-Bauer. Es sei besser, sich selbst einen Fahrer zu suchen und einen Festpreis auszuhandeln.

Keine Mitfahrer akzeptieren: Wenn schon ein weiterer Mitfahrer im Wagen sitzt oder irgendwann zusteigt, sollten Reisende das Taxi verlassen. Es könnte sich um einen Komplizen des Fahrers handeln.

Am Flughafen Prepaid-Taxi reservieren: An Flughäfen ist die Gefahr falscher Taxis besonders hoch. Böhmer-Bauer rät, wenn vorhanden, zu Prepaid-Taxis: Der Kunde bucht am Schalter im Flughafen ein Taxi, zahlt dort und bekommt eine Nummer und ein bestimmtes Auto zugewiesen. Alternativ bieten Unterkünfte eigene Shuttle-Dienste an.

Eine Alternative zum Taxi kann in manchen Ländern der Fahrservice Uber sein. Dabei rufen angemeldete Mitglieder per App einen bei dem Unternehmen registrierten Fahrer. Der Preis wird automatisch ermittelt und vom Konto abgebucht, Bargeld wird nicht benötigt. "Wir können vor allem in Märkten deutlich punkten, in denen die individuelle Personenbeförderung nicht optimal läuft oder unsicher ist", erklärt Uber-Sprecher Ali Azimi.

Kundri Böhmer-Bauer sagt, sie habe in Daressalam - neben all den Alarmzeichen - eine wichtige Regel missachtet: auf das Bauchgefühl hören. "Lieber einmal zu oft misstrauisch als einmal zu gutgläubig."

dpa


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Anzeige




Jubiläum




Wünsche




Terra-Tech




Lokschuppen-Sanierung

Lokschuppen-Sanierung: Sollten Marburger über die Umsetzung eingereichter Projektangebote abstimmen dürfen?

Sport-Tabellen




Spielerkader




zur Galerie

Fußballfotos vom Wochenende

Sonderveröffentlichungen




Spielplatz-Serie




LWL-Shop




Mit der OP durch das Gartenjahr




Blende 2016




Heimatprämie sichern!




Instagram

Meistgelesene Artikel

Schüler lesen die OP




Kommentare




OP kostenlos lesen




Der Online-Shop der OP




Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Tiefsttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug
Ihre Wettervorschau
zur Galerie

Willkommen im Leben:

Die Transfers im Landkreis




Die OP-Serien

Mmmm, wie das duftet! Das Rezept für diesen saftigen Stollen finden Sie unten im Text. Foto: Hartmut Berge Besser Esser

Christstollen: Ein Gebäck fürs ganze Jahr

Als die OP Mike Schmidt in der Backstube besucht, riecht es nach Rosinen und Mandeln. Der 39-Jährige macht das, was seine Vorfahren schon vor rund 180 Jahren in der Vorweihnachtszeit praktizierten: Er backt Stollen. mehrKostenpflichtiger Inhalt

In 12 Schritten zum perfekten ChriststollenGalerie   



90 regionale Rezepte: Das Besser-Esser-Buch


Das Besser Esser Buch mit 70 regionalen Rezepten.

Die Grill-App der Oberhessischen Presse


Rostkost: Rezepte und Grilltechnik




  • Sie befinden sich hier: Tourismus – Vorsicht vor falschen Taxis! Diese Regeln sollte man kennen – op-marburg.de